Gattung Oreina Chevr. (Chrysochloa Hope) Coleoptera - Phytophaga - Chrysomelidae - Chrysomelinae
  Von Arved Lompe (n. H. Kippenberg)
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Bechyné, J. (1958): Über die taxonomische Valenz der Namen von Oreina s.str. - Mitt. Schweiz. Ent. Ges. 31(1): 79-95
Bontems, Ch. (1978): Nomenclature du genre Oreina Chevr. - Nouv. Rev. Ent. 8(1): 69-80
Bontems, Ch. (1981): Les espèces de Linné et Fabricius du genre Oreina Chevr. Nouv. Rev. Ent. 11(1): 93-109
Bontems, Ch. (1984): Les Allorina de France et des régions limitrophes - Nouv. Rev. Ent. (N.S.) 1(2): 179-201
Bontems, Ch. (1990/91): Les Oreina de G.A.Olivier - Bull. Soc. ent. Fr. 95: 311-326
Bourdonné, J.C. (1988): Note sur les deux Chrysomela coerulea d'Olivier - L'Entomologiste 44(1): 5-15
Daccordi, M. & Ruffo, S. (1976): Le specie Appenniniche del genere Oreina - Boll. Mus. Civ. Stor. Nat. Verona 3: 379-411
Jakob, H. (1952): Revision des Subgenus Protorina (Chrysochloa) - Ent. Arb. Mus. Frey 3: 96-103
Kühnelt, M. (1984): Monographie der Blattkäfergattung Chrysochloa Sitzungsber. Österr. Akad. Wiss., Math.-Nat.wiss. Kl. 193(6-10): 171-287.
  Die Trennungsmerkmale, die Oreina Chevr. von der sehr vielgestaltigen Gattung Chrysolina Motsch. abheben, sind graduell und nicht scharf. Infolge der teilweise außerordentlichen Variabilität mehrerer Arten ist die Bestimmung allein nach Ektoskelettmerkmalen nicht eindeutig möglich, es muß auch noch die Genitalbildung berücksichtigt werden, die bisher nur für die ♂ bekannt ist. Die Gattung ist mit Ausnahme von 2 Vertretern auf die montanen bis alpinen Regionen Europas beschränktund bevorzugt Biotope mit einem ausreichenden Feuchtegehalt, mindestens im Untergrund (Ausnahme Untergattung Allorina Wse.). Die Arten leben an Vertretern der  Asteraceae (Compositae) und der  Apiaceae (Umbelliferae).  
#1 Körper wenigstens stellenweise metallisch gefärbt, gelegentlich schwarz, dann aber fast immer mit Resten von Metallglanz an Fühlern, Beinen oder Unterseite; die beiden letzten Sternite nicht aufgehellt.

   ...2

 
-- Körper nicht metallisch gefärbt, überwiegend schwarz, lediglich Halsschild und Flügeldecken meist ziegelrot, zum Teil mit dunkler Flügeldeckenlängsnaht, oder Halsschild und Flügeldecken ebenfalls lackschwarz mit ± rugulos punktierten Flügeldecken (verschiedene Farbübergänge möglich), letztes Sternit in der Regel ± diffus aufgehellt oder rötlich gesäumt; die beiden letzten Glieder der Kiefertaster etwa gleichbreit; Schildchen gewöhnlich mit vereinzelten, sehr feinen Punkten; für oberseits schwarze Formen gilt: Körper auch beim ♀ langgestreckt, schmal, nur in den Hochlagen der Alpen. Untergattung Protorina Wse..

   ...25

 
#2 Endglied der Kiefertaster fast so breit [Abb.1] [Abb.2] [Abb.3] oder breiter als das vorletzte, beim ♂ oft breiter und am Ende abgestutzt [Abb.4]; das 2. Fühlerglied meist auf der Unterseite und an der Spitze oder umfangreicher aufgehellt.

   ...3

OREINA VIRGULATA
Abb.1
OREINA BIDENTATA
Abb.2
OREINA CAERULEA
Abb.3
OREINA SPECIOSA
Abb.4
-- Endglied der Kiefertaster schmäler das vorletzte, meist nach vorne deutlich verjüngt, beim ♂ nicht besonders verbreitert [Abb.5] [Abb.6]; das 2. Fühlerglied in der Regel nicht oder nur geringfügig an der Spitze aufgehellt.

   ...6

OREINA CACALIAE
Abb.5
OREINA SPECIOSISSIMA
Abb.6
#3 Epipleuren der Flügeldecken breit, nur allmählich zur Spitze verengt, das Ende des 3. Abdominalsternits erreichend [Abb.7]; Seitenwulst des Halsschilds auf der ganzen Länge von der Scheibe abgesetzt und ± hochgewölbt, oft durch eine punktierte Rinne begrenzt, Wulst nur selten in der Mitte ohne deutlichen Absatz zur Scheibe; 2. Fühlerglied in der Regel überwiegend (auch oberseits) hell. An  Centaurea-Arten wie nigra, scabiosa, jacea, austriaca und montana. Streng allopatrische Arten, nur aufgrund ihrer Aedoeagusbildung sicher zu trennen. Untergattung Allorina Wse..

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OREINA BIDENTATA
Abb.7
 
-- Epipleuren der Flügeldecken nach den Schultern rasch verengt und ab dem Hinterleib nur noch schmal, das Ende des 2. Abdominalsternits nicht erreichend [Abb.8]; Seitenwulst des Halsschilds in der Regel ± flach oder nicht auf der ganzen Länge von einer gleichbleibend tiefen Rinne begrenzt.

   ...4

OREINA ALPESTRIS
Abb.8
 
#4 Letztes Glied der Kiefertaster sehr breit, viel breiter als das vorletzte, meist beilförmig. Die beiden Basalglieder der Fühler gewöhnlich unterseits rot.

   ...5

 
-- Letztes Glied der Kiefertaster nicht verbreitert. Basalglieder der Fühler dunkel, metallisch. Untergattung Virgatorina
Seitenwulst des Halschilds fehlend oder nur angedeutet; Oberseite glänzend oder mit ± breiter, matter Längsbahn auf den Flügeldecken bis hin zu vollständig matten Flügeldecken (besonders bei ♀), Grundfarbe der Oberseite schwarzviolett, blau, grün, messingfarben bis rotkupfrig, Flügeldecken ohne scharfe, dunkle Längsbinde, nicht selten jedoch mit dunklerem Längswisch, oder Flügeldecken rot mit grüner bis blaugrüner Längsbinde (var. candens (Wse.)), Halsschild einfarbig oder gelegentlich mit diffusem dunklem Fleck längs der Mitte. Aedoeagus sehr kurz, zur Spitze verbreitert und abgeflacht [Abb.9] [Abb.10]. 7-10,5 mm. Balkanhalbinsel (einschließlich Bulgarien und Nordgriechenland), Transsylvanien, Karpaten, Alpen (nördlich bis Bayern) und Pyrenäen; montan bis alpin, meist nur stellenweise; bevorzugt an Disteln wie Cirsium spinosissimum und carniolicum oder Carduus personata, gelegentlich auch an Adenostyles.

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Für die teilweise sehr differierenden Formen aus den Alpen schlagen Bechyné (1958) und Kühnelt (1984) verschiedene, jedoch noch nicht überzeugende Rasseneinteilungen vor; die Karpatentiere können als ssp. praefica (Wse.) und die Tiere der Balkanhalbinsel als ssp. ljubetensis (Apflb.) geführt werden, beide Formen zeichnen sich durch stets glänzende Flügeldecken aus.
OREINA VIRGULATA.GIF
Abb.9
OREINA VIRGULATA
Abb.10
#5 Fortsatz der Vorderbrust (Prosternum) leicht gewölbt oder flach, ohne Längsvertiefung. Seitenrand des Halsschilds breit, ± abgeflacht und durchgehend grob punktiert. Flügeldecken ohne auffällig anders gefärbten Längsstreifen. Untergattung Intricatorina Kühnelt.

   ...8

 
-- Fortsatz der Vorderbrust mit einer tiefen Längsrinne, Rinne gelegentlich durch starke Punktierung unscharf, Vorderbrust vor den Vorderhüften in der Regel mit ± scharf gekanteter Leiste [Abb.11]; Seitenrand des Halsschilds nicht durchgehend flachwulstig abgesetzt, meistens mit schmalerem, unregelmäßigem und gewöhnlich in der Mitte unterbrochenem Wulst oder ohne Wulst; Aedoeagus um ein Vielfaches länger als breit. Untergattung Oreina s.str.

   ...9

OREINA SPECIOSA
Abb.11
 
#6 Fühlerglied 5 und 6 kurz, nur wenig länger als breit. Flügeldecken einfarbig. Untergattung Frigidorina Kühnelt.
Hierher die kleinste Art der Gattung: 5-6,5 mm; Fühler kurz, gedrungen, 5. und 6. Glied höchstens um etwa die Hälfte länger als breit; Tarsen kurz, gedrungen, wenig verbreitert, 1. Glied der Vordertarsen beim ♂ im Umriß in der Regel kaum größer als das 1. Fühlerglied; Halsschild mit eher schmalem, meist nur in der Basishälfte deutlich abgesetztem Seitenwulst; Halsschild und Flügeldecken in der Regel gleichfarbig, letztere ohne Längsbinde oder dunkle Schattierung, lediglich nicht selten mit angedunkeltem Nahtsaum, Oberseite grün, blau, schwarz (sehr selten), auch bronze bis kupferrot; Zwischenräume der Flügeldeckenpunkte in der Regel glänzend, nicht chagriniert (Unterschied zu kleinen, einfarbigen Hochgebirgsformen von speciosissima). Aedoeagus relativ kurz, auf der Unterseite mit zwei Zähnchen [Abb.12]. Nur in den Hochlagen der Alpen (nördlich bis Bayern und westlich bis etwa Savoyen); vermutlich an alpinen Asteraceen wie Homogyne alpina oder Achillea atrata; dämmerungs- oder nachtaktiv.

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OREINA FRIGIDA.GIF
Abb.12
 
-- Fühler gestreckter, 5. und 6. Glied um die Hälfte länger als breit oder länger; Größe mindestens 6 mm; 1 Tarsenglied beim ♂ im Umriß in der Regel auffallend größer als das 1. Fühlerglied; Seitenwulst des Halsschilds häufig fast bis vorne durch eine ± grob punktierte Vertiefung kräftig abgesetzt, bei einer Art fehlend. Untergattung Chrysochloa Hope.

   ...18

 
#7 Aedoeagus mit Zähnchen auf der Unterseite, Ductus vor dem Ende nicht auffällig verbreitert [Abb.13] [Abb.14]. Keine konstanten äußeren Unterschiede zur vorigen Art bekannt; im Mittel etwas größer und plumper als die caerulea-Formen aus Mitteleuropa und wie diese gefärbt, jedoch mit Tendenz zu einheitlicher Färbung von Halsschild und Flügeldecken [Abb.15], gelegentlich feuerrot. 9-13,5 mm. Seitenrand der Alpen: Slowenien, Kärnten, Italienische Alpen (Südtirol), Tessin und Wallis; vereinzelt nördlicher: Unterengadin, auch von den Gesäusealpen und den Rottenmanner Tauern angegeben; in Südeuropa aus dem Apennin gemeldet; bevorzugt in montanen Lagen. (luctuosa auct. nec Ol., tristis auct. nec F.).

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OREINA BIDENTATA.GIF
Abb.13
OREINA BIDENTATA
Abb.14
OREINA BIDENTATA
Abb.15
-- Aedoeagus auf der Unterseite ohne Zähnchen, Ductus am Ende verbreitert [Abb.16] [Abb.17]; Flügeldecken gewöhnlich relativ eng und tief punktiert, oft leicht rugulos, beim ♂ +/- eingeschränkt glänzend, beim ♀ häufig chagriniert bis matt (besonders in Mitteleuropa); Halsschild meist ± glänzend, in der Regel deutlich sparsamer und feiner punktiert als die Flügeldecken und nicht selten lebhafter oder anders gefärbt als diese; dunkelblau [Abb.18], violett, schwärzlich, trüb grünlich, selten einzelne Individuen hellgrün bis kupfrig (Schwarzwald). 8-12 mm. Von Bulgarien bis Finnland in ± isolierten Vorkommen, sowie in Frankreich verbreitet (ssp. tenebrosa Wse.); in Mitteleuropa in folgenden Gebieten: Karpatenbogen, Oberlausitz, Weserbergland (alte Meldung), Fränkischer Jura, Schwarzwald, Umgebung Passau (alte Meldung) und sehr lokal vom Nordrand der Alpen: Allgäu (Sonthofen), Nordtiroler Kalkalpen (Thiersee), Salzburger Alpen (Hoher Göll), Salzkammergut (Schafberg) und Niederösterreich (Ötscher). In collinen bis montanen Lagen, auch in relativ warmen und wenig feuchten Biotopen. (rugulosa (Suffr.), regulosa (Mohr), luctuosa (Ol.)sensu Bontems).

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Nomenklatur strittig: Bontems(1984 und 1991) gibt der Art (genauer: der französischen Form tenebrosa Wse.) den Namen luctuosa (Ol.). Für die bei uns beheimatete Form schlägt er den Namen luctuosa suffriani Bont. vor. Von Bechyné (1958) in mehrere Rassen aufgeteilt, deren Berechtigung überprüft werden muß.
OREINA CAERULEA.GIF
Abb.16
OREINA CAERULEA
Abb.17
OREINA CAERULEA
Abb.18
 
-- Mit caerulea nahe verwandt und vielleicht nicht spezifisch verschieden. Grajische Alpen.

   ...canavesei Bontems, 1984

 
-- Ebenfalls mit caerulea verwandt und vielleicht nicht spezifisch verschieden. Heller blau und etwas kleiner, um 10 mm. Cottische Alpen und Meeralpen;

   ...collucens (Daniel, 1903)

 
#8 Hierher nur 1 Art: Seitenrand des Halsschilds breit, ± abgeflacht und durchgehend grob punktiert, Scheibe oft mit kleinen Unebenheiten und unruhiger Punktur; Körper breit und beim ♀ hochgewölbt; Beine und Fühler lang und kräftig; Flügeldecken ± stark und grob runzelig punktiert, Untergrund glänzend; Oberseite leuchtend grün, blau, blauschwarz oder selten kupfrig, Flügeldeckennaht in der Regel nicht angedunkelt, Färbung innerhalb von Populationen oder auch in größeren Regionen sehr einheitlich. Aedoeagus auffallend kurz [Abb.19]. 8-12,5 mm. Alpen, Balkanhalbinsel bis Albanien, Karpatenbogen; montan bis subalpin, bevorzugt an teilschattigen Standorten auf Asteraceen, speziell Senecio nemorensis fuchsii.
Gesamter Karpatenbogen. Flügeldecken kräftig und gedrängt gerunzelt; in den Sudeten und den nördlichen bis mittleren Karpaten fast durchwegs dunkel blaugrundig, in Transsylvanien auch grün. Stammform

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OREINA INTRICATA.GIF
Abb.19
 
-- Alpen und Balkanhalbinsel. Punktur, Runzelung und Färbung regional wechselnd (vorzugsweise grün und ± stark glänzend; in Teilen des Verbreitungsgebiets jedoch auch ähnlich wie die Nominatform skulpturiert und gefärbt (Dolomiten, Bosnien part.). Einzelne Individuen können in der Halsschildbildung den Arten der Untergattung Allorina ähnlich werden, unterscheiden sich aber leicht von diesen durch den ungerinnten Fortsatz der Vorderbrust ssp.

   ...anderschi (Dft.)

 
#9 Jede Flügeldecken mit zwei kräftigen, isolierten dunkelblauen Längsbinden auf grünem bis messingfarbenem (selten kupfrigem) Grund, Binden in der Regel vor der Spitze vereinigt, Naht nicht angedunkelt; Halsschild und restlicher Körper wie die Flügeldeckenbinden dunkelblau bis violett; Körper vergleichsweise kurz, beim ♀ nach hinten stark erweitert und ± hochgewölbt; Flügeldecken leicht glänzend, Punktur fein, gedrängt und relativ gleichmäßig. Aedoeagus [Abb.20]. 8-11 mm. Kärnten und Slowenien im Bereich der Karawanken und ihrer südlichen Ausläufer, montan bis subalpin an Astrantia-Arten, auch an Sanicula europaea.

   ...liturata (Scop.)


Tritt in den italienischen Südalpen (Lessinische, Tridentiner und Bergamasker Alpen) in einer einfarbig blauen bis violetten Form auf, der ssp. tomasii Dacc.Sc Ruffo (ebenfalls an Astrantia), die möglicherweise noch weiter verbreitet ist. Von gleichgefärbten Vertretern der übrigen Arten der Untergattung durch die gedrängte Punktur unterschieden, viridis (mit ähnlicher Punktur) besitzt andere Gestalt und gedrungene Tarsen
OREINA LITURATA.GIF
Abb.20
 
-- Flügeldecken anders gefärbt, jede Flügeldecken höchstens mit 1 dunkelblauen Längsbinde, diese sehr selten aufgespalten, dann stets auch die Nahtkante angedunkelt.

   ...10

 
#10 Aedoeagus mit eingeschnürter, ± asymmetrischer Spitze und dort freiliegendem Ductus, dieser eng punktiert, behaart und zum Ende erweitert; die Ausbildung der Aedoeagusspitze variiert sehr stark und überdeckt eventuelle Rassenunterschiede [Abb.21]; Beine und insbesondere Fühler auffällig gestreckt und in der Regel deutlich länger als bei den übrigen Arten der Untergattung, ausgenommen gloriosa; höchste Körperwölbung beim ♀ nahe der Flügeldeckenmitte, Abfall von dort zum Flügeldeckenende gewöhnlich relativ langgezogen und flach; Flügeldecken einfarbig oder mit dunkler Längsbinde und angedunkelter Naht, dann auch der Halsschild fast stets mit einem dunklen (blauen) Querband an der Bais, dieses durchgehend gleichbreit und nach vorne gewöhnlich gut begrenzt. 8-12,5 mm. In Proportion, Skulptur und Färbung sehr vielgestaltige Art mit ausgeprägter Rassenbildung. Vom Karpatenbogen bis in die Westalpen verbreitet, auch aus dem Apennin gemeldet; an verschiedenen Apiaceen wie  Chaerophyllum- und  Anthriscus-Arten, sowie  Peudecanum.

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Bei der folgenden groben Rassenübersicht wird den einzelnen Formen vorläufig der Rang einer ssp. zugeordnet. Eine spätere Bearbeitung wird zu zeigen haben, ob diese Gewichtung gerechtfertigt ist.

   ...11

OREINA BIFRONS.GIF
Abb.21
 
-- Aedoeagus anders gebildet und Spitze symmetrisch; Halsschild ohne gut begrenzte, gleichbreite, dunkle Basalbinde; Fühler in der Regel nicht auffällig schlank außer teilweise bei gloriosa (F.).

   ...12

 
#11 Form aus den Bayerischen Alpen und Nordtirol (südlich bis etwa zum Inn), aus Vorarlberg, der östlichen Schweiz, dem westlichen Südtirol, Adamello, Seitenrand der Alpen von den Lessinischen Alpen bis zum Wallis und nach Savoyen in montanen bis subalpinen Lagen. Eine besonders beim ♀ hochgewölbte, breite Form, größte Breite in oder hinter der Flügeldeckenmitte; Oberseite in der Regel stark glänzend, dunkelblau, grün bis rotkupfrig mit blauer Unterseite, meist einfarbig, gelegentlich mit ± verwaschener Flügeldeckenbinde, diese mit der Tendenz, sich großflächig auszubreiten. Stammform

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-- Form der Ostalpen mit Ausnahme der zentralen Hochalpen bis in die östlichen Bayerischen Alpen. Im Mittel weniger aufgeblähte Form, Flügeldecken beim ♀ seitlich relativ gleichmäßig und schwach verrundet, in der hinteren Hälfte nicht oder nur unwesentlich erweitert; meist grün oder goldgrün mit blauer, ± schmaler und scharfer Flügeldeckenbinde sowie mit blauem Streifen an der Halsschildbasis, Oberseite gelegentlich teilweise bis vollständig blau verdunkelt; ± glänzend. Hierher auch f. stussineri (Wse.) von der Koralpe, den Karawanken und Slowenien: im Mittel etwas größer und gewölbter, Bindenzeichnung häufig besonders markant. ssp.

   ...monticola (Duft.)

 
-- Formengemisch in den Zentralalpen mit Alpenhauptkamm von den Tauern bis in das Wallis, nördlich bis etwa zum Inn (in Nordtirol), subalpin bis alpin; bei Zusammentreffen mit anderen Rassen Ausweichen in die alpinen Lagen (zum Beispiel im Bayer. Allgäu). Körperform und Proportion der Beine und Fühler ziemlich variabel, meist flacher und gestreckter als bei den vorigen Rassen, häufig auch deutlich kleiner, größte Breite beim ♀ gewöhnlich nahe der Flügeldeckenmitte; Oberseite weniger glänzend bis vollständig matt; Flügeldecken teilweise mit paarig genäherten Punktstreifen, häufig mit angedunkelter Naht und Bindenzeichnung, diese oft scharf oder gelegentlich streifig aufgefächert, Grundfarbe grün bis rotkupfrig und dunkelbronze oder grünblau bis blauschwarz, manchmal Halsschild und Flügeldecken verschiedenfarbig; auch innerhalb einzelner Populationen nicht selten mit zahlreichen Farbvarianten. (recuperata Bech.) ssp.

   ...gadmena Bech.

 
-- Form aus den östlichen Dolomiten und den Karnischen Alpen. Relativ schlank, mäßig glänzend; Gestalt ähnlich der Vorigen; in der Regel einfarbig grün bis blau. Die Abgrenzung dieser Form ist noch ungesichert. ssp.

   ...cadorensis Bech.

 
-- Form aus den Sudeten bis zum Altvater, ? Harz. Ähnlich den beiden Vorigen, nicht auffällig gewölbt oder groß; ± mäßig glänzend; Grundfarbe trüb blaugrün bis blau, selten leuchtend grün oder goldgrün, meist mit verwaschener, wenig deutlicher Bindenzeichnung. ssp.

   ...decora Richt.


Angaben für ssp. decora (Richt.) aus den Alpen sind auf ssp. gadmena Bech. zu beziehen.
 
-- Form aus den Karpaten ab Tatra bis Transsylvanien. Sehr ausgezeichnet durch einfarbig matte Oberseite, mindestens beim ♀ (ähnlich wie bei viridis) und durch auffallend erweiterte Tarsenglieder des ♂; grün, kupfrig bis bräunlich schwarz. Eine eher kleine und wenig gewölbte Form. ssp.

   ...heterocera (Rtt.)

 
#12 Leicht kenntliche Art: Beine kurz, deutlich kürzer als bei den übrigen Arten der Untergattung, Tarsen gedrungen, beim ♂ stark verbreitert; Halsschild relativ breit, von den Flügeldecken nicht auffällig abgesetzt, Seitenwulst nur schwach ausgeprägt oder fehlend, lediglich an der Basis mit einer eingekerbten Furche; Flügeldecken der ♀ nach hinten nur schwach oder gar nicht verbreitert und +/- matt, gelegentlich auch wie die Flügeldecken der ♂ fettglänzend bis mäßig glänzend, Punktur fein, gedrängt und meist nadelrissig; Punktur des Halsschilds fein bis sehr fein, häufig gedrängt; Schildchen gewöhnlich zerstreut und sehr fein punktiert; Halsschild stets ohne Zeichnung, Flügeldecken in der Regel ohne Zeichnung, Oberseite gleichfarbig oder zum Teil mit leichtem Farbunterschied zwischen Halsschild und Flügeldecken, hauptsächlich grün oder ± intensiv purpurrot, regional auch verschossen oliv, bräunlich bis dunkel (vereinzelt in den Zentralalpen) oder schwarz mit blauem Halsschild (lokal in Südtirol und den Südalpen) oder schwarz (Vogesen) oder dunkel violett (mit anderen Farben gemeinsam in Transsylvanien), sehr selten Flügeldecken mit unscharfem, angedunkeltem Längswisch oder auch mit scharfer, breiter, schwarzer Längsbinde (Einzelexemplare in den Alpen). Aedoeagus [Abb.22]. 7,5-11,5 mm. Von Transsylvanien (ssp. merkli (Wse.)) über die nördliche Balkanhalbinsel, den Alpenraum, den Apennin, die Vogesen bis in das französische Zentralmassiv und die Pyrenäen verbreitet; montan bis alpin, häufig ausschließlich alpin; an Apiaceen, bevorzugt an Meum-Arten.

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OREINA VIRIDIS.GIF
Abb.22
 
-- Oberseite in der Regel anders skulpturiert oder gefärbt, gewöhnlich mit angedunkelter Naht; Schildchen nur ausnahmsweise mit einzelnen feinen Punkten; Beine gestreckter; Flügeldecken beim ♀ gewöhnlich nach hinten leicht erweitert und größte Breite häufig etwas hinter der Flügeldeckenmitte.

   ...13

 
#13 Aedoeagus robust, bis kurz vor der Spitze fast gleichbreit (Seitenansicht), an der Spitze stufig verengt (Aufsicht) [Abb.23]; Fühler bei gleicher Länge schlanker als bei den in der Tabelle folgenden Arten; beim ♀ Schulterbeule aus dem Körperumriß gewöhnlich nur wenig herausstehend, Flügeldecken dadurch annähernd in einer Flucht mit dem Halsschild; höchste Körperwölbung etwas hinter oder nahe der Flügeldeckenmitte; Oberseite grün, messingfarben bis rot (sehr selten) oder hellblau bis violettschwarz, Flügeldecken in der Regel mit extrem scharfer, schmaler und relativ kurzer, schwarzblauer Längsbinde (s. charakteristisch), diese jedoch bei Tieren aus den westlichen Alpen nicht selten verblaßt oder erloschen bzw. bei dunklen Exemplaren nicht erkennbar; Halsschild im Unterschied zu bifrons monticola oder gadmena ohne Zeichnung oder gelegentlich längs der Mitte ± verschwommen bläulich angedunkelt, ausgehend von einem Mittelfleck vor der Basis, der sich ± ausdehnen und besonders nach vorne verlängern kann; Flügeldecken glänzend, nur bei aberranten Stücken ± matt. 7-11 mm. In den Ostund Nordalpen nur lokal und fast einheitlich grün mit Bindenzeichnung (Salzkammergut, Niedere und Hohe Tauern, Zentralalpen mit Ost-, Nordund Südtirol, Vorarlberg und Allgäu), nach Westen und Südwesten hin zunehmend häufiger und in einigen Gebieten der Westalpen häufigste Art der Gattung; montan bis alpin an Apiaceen, fast ausschließlich an Peudecanum (Imperatoria) osthrutium. (vittigera auct.,auch Mohr in Bd. 9 FHL, nec Suffr.).

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OREINA GLORIOSA.GIF
Abb.23
 
-- Aedoeagus gestreckt, zur Spitze ± verjüngt (Seitenansicht), im Spitzenberich nicht stufig verengt (Aufsicht); Fühler weniger schlank; falls Halsschild mit dunkler Zeichnung (nicht häufig), dann meist Basis und Scheibe verschwommen dunkler oder die Basis diffus angedunkelt mit zwei seitlichen Ausläufern nach vorne. Hierher zwei äußerst ähnliche und zugleich ungewöhnlich variable Arten.

   ...14

 
#14 Dorsalseitige Öffnung an der Spitze des Aedoeagus an ihrem Hinterrand mit einem abgespreizten Chitinlappen wie ein ,,geöffnetes Fischmaul" [Abb.24] [Abb.25]; Analsternit beim ♀ in der Regel mit feiner Längsrinne oder Linie, oft nur im Streiflicht erkennbar, bisweilen reduziert auf einen langgezogenen Punkteindruck, sehr selten ohne Eindruck (Merkmal nicht auf diese Art beschränkt, aber bei alpestris ssp. variabilis fehlend); Vordertarsen beim ♂ meist relativ breit; Körper beim ♀ nach hinten bauchig aufgebläht oder kurz und gedrungen oder langgestreckt und fast parallel; Oberseite glänzend, chagriniert oder auch partiell matt (im Bereich der Flügeldeckenlängsbinde), grün, blau, violett bis schwarz bzw. messingfarben, teilweise Halsschild und Flügeldecken verschiedenfarbig, Flügeldecken meist mit dunkler, manchmal bunt gesäumter Längsbinde, diese in allen Übergängen von verwaschen bis scharf und von schmal bis sehr breit, oder auch Flügeldecken feuerrot mit grüner Längsbinde und Naht (var. excellens (Wse.)), außerdem noch zahlreiche weitere Farbkombinationen; nicht selten bereits innerhalb einer Population sehr variabel und vielgestaltig. 9-13 mm. Nahezu im gesamten Alpenbereich verbreitet, auch in den Gebirgen der Balkanhalbinsel bis Montenegro, in den Vogesen und im Zentralmassiv; montan bis alpin an Apiaceen aus verschiedenen Gattungen wie Chaerophyllum, Anthriscus, Laserpitium, Angelica, Aegopodium, Peudecanum oder Meum. (gloriosa auct., auch Mohr in Bd. 9, vittigera (Suffr.)).

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...speciosa (L., 1767)


Zur Rasseneinteilung siehe

   ...15

OREINA SPECIOSA.GIF
Abb.24
OREINA SPECIOSA
Abb.25
-- Der speciosa sehr ähnlich ist eine weitere Art aus den Pyrenäen. Von Bechyné (1958) mit speciosa vereinigt, aber nach Kippenberg wohl doch spezifisch verschieden.

   ...ganglbaueri (Jakob, 1953)

 
-- Dorsalseitige Öffnung an der Spitze des Aedoeagus mit hochgewölbtem Hinterrand oder ± flach [Abb.26]; Flügeldecken glänzend oder schwach chagriniert oder ± runzelig, aber nicht im Bereich der Längsbinde matt (jedoch vereinzelt aberrante Exemplare mit matter Oberseite); Färbung der Oberseite ähnlich vielfältig wie bei speciosa, aber in Mitteleuropa innerhalb der einzelnen Populationen oft ziemlich einheitlich. 7-13 mm. Hierher eine Reihe meist gut unterscheidbarer Formen, bisher üblicherweise mehreren Arten zugeordnet, mit ausgedehnter Verbreitung über zahlreiche Gebirge Mittel-, Südostund Westeuropa, gewöhnlich montan bis subalpin, selten höher; an diversen Apiaceen wie speciosa und in vielen Gebieten des Alpenraums mit dieser vergesellschaftet.

   ...alpestris (Schumm., 1843)


Bei uns zwei Gruppen von Formen (die Formen werden vorläufig als ssp. behandelt): die bisherige alpestris-Gruppe und die variabilis-Gruppe mit folgenden Unterschieden

   ...16

OREINA ALPESTRIS
Abb.26
 
#15 Für Oreina speciosa gibt es nach Kippenberg noch keine befriedigende Rasseneinteilung; es gibt eine Reihe von charakteristischen Zeichnungsmustern (Färbungsstereotype), diese kommen aber fast immer mit anders gefärbten Tieren gemeinsam vor und können nicht als Rassen betrachtet werden (zum Beispiel excellens (Wse.)). Die nachfolgend aufgeführten Formen erscheinen als Rassen vorläufig gerechtfertigt, Status und Namen müssen nach Kippenberg jedoch überprüft werden.
Die höchste Wölbung nicht selten nahe der Flügeldeckenmitte. Schweizer Jura. ssp.

   ...pretiosa (Suffr.)

 
-- Vogesen ssp.

   ...huberi Bech.

 
-- Französisches Zentralmassiv. ssp.

   ...lugdunensis (Wse.)

 
#16 Aedoeagusspitze kürzer (Seitenansicht), Aufwölbung am Hinterrand der dorsalseitigen Öffnung stets deutlich und kräftig chitinisiert, Aedoeagus schmal, besonders die Offnung [Abb.27]; Analsternit beim ♀ z.T. mit schwacher Mittellängslinie; Larven im letzten Stadium hell, nur sehr selten zweifarbig: alpestris-Gruppe.

   ...17

OREINA ALPESTRIS
Abb.27
 
-- Aedoeagusspitze länger und flacher (Seitenansicht), Aufwölbung am Hinterrand der Öffnung schwächer, meist nur ± häutig, oft kaum seitlich vorstehend, Aedoeagus im Mittel breiter, besonders die Öffnung [Abb.28] [Abb.29]; Analsternit beim ♀ ohne Längslinie (Unterschied zu speciosa, mit der bei gemeinschaftlichem Vorkommen Verwechslungsgefahr besteht); Larven im letzten Stadium zweifarbig (Thorax und Kopf hell, Abdomen dunkel): variabilis-Gruppe.
Ein Formengemisch aus dem Alpenbereich, dem Schwarzwald, den Vogesen (?), dem Schwäbischen Jura und der nördlichen Balkanhalbinsel (eine befriedigende Darstellung fehlt noch); Proportionen und Skulptur variabel; Färbung der Alpenpopulationen meist ,,normal" grün mit Längsbinde auf den Flügeldecken bis blau; abwechslungsreich bunt gefärbte Populationen dagegen im Bereich des Schwäbischen Jura [Abb.28] bis zum Schwarzwald (f. straubiana (March.)). ssp.

   ...variabilis (Weise)

OREINA ALPESTRIS
Abb.28
OREINA ALPESTRIS
Abb.29
#17 Formen aus den mittleren und nördlichen Karpaten und ihren westlichen Ausläufern, den Sudeten und dem Riesengebirge. Aedoeagus wie bei der Vorigen aber meist kürzer [Abb.30]; Körper im Mittel schlanker, speziell Halsschild schmal; Seitenwulst des Halsschilds nur schwach ausgeprägt bis fehlend; Flügeldecken häufig ± runzelig; gewöhnlich einheitlich trüb blaugrün, auch violettblau oder gelegentlich grün, ohne Längsbinden, einzelne isolierte Populationen bunt: blau, grün bis rot mit Längsbinde auf den Flügeldecken (f. stejskali (Fleisch.) aus den Mährischen Beskiden). Stammform

   ...alpestris (Schumm., 1843)

OREINA ALPESTRIS
Abb.30
 
-- Form aus Transsylvanien bis in die Waldkarpaten (Bieszczady). Aedoeagus besonders gestreckt [Abb.26]; Körper relativ plump, glänzend, Flügeldecken kaum runzelig, Oberseite meist einfarbig violett bis schwarz oder grün. ssp.

   ...banatica (Wse.)

OREINA ALPESTRIS
Abb.26
 
-- Form aus dem Thüringer Wald, dem Harz, der Rhön und dem Frankenwald (?). Aedoeagus wie bei der Vorigen [Abb.27]; relativ gedrungen, glänzend und ziemlich einheitlich gefärbt: grün bis feuerrot, in der Regel mit blauer Flügeldeckenlängsbinde, diese nicht selten breit und intensiv. ssp.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...polymorpha (Kraatz)

OREINA ALPESTRIS
Abb.27
 
-- Zum alpestris-Formenkreis gehören noch weitere Rassen aus den Pyrenäen (ssp. nigrina (Suffr.)), dem Apennin (ssp. marsicana (Luig.)) und Mazedonien sowie aus Bulgarien (ssp. balcanica (Wse.)).  
#18 Halsschild ohne Seitenwulst. Neben dem Seitenrand der Flügeldecken verläuft ein Wulst der durch eine Doppelreihe unregelmäßiger Punkte abgesetzt ist. Oberseite dunkel blau bis violett unf fast schwarz. Aedoeagus [Abb.31]. 6-9 mm. Pyrenäen, Asturien. (splendidula Fairm., 1865)

   ...fairmairiana (De Gozis, 1882)

OREINA SPLENDIDULA.GIF
Abb.31
 
-- Halsschild mit deutlichem Seitenwulst.

   ...19

 
#19 Vorderer Rand der Flügeldecken mit einem unregelmäßigen, unpunktierten Wulst. Oberseite grün, blaugrün bis goldenenoder rotgoldenen Längsstreifen oder Blau mit grünem Längsstreifen.; selten fast schwarz. Aedoeagus [Abb.32]. 6,5-8,2 mm. Apennin, Meeralpen, ? Pyrenäen.

   ...genei Suffrian, 1851

OREINA GENEI.GIF
Abb.32
 
-- Vorderer Rand der Flügeldecken ohne Verdickung.

   ...20

 
#20 Prosternalfortsatz ohne Längsfurche; 1. Tarsenglied etwa so lang wie 2. und 3. zusammen; langgestreckte, fast parallele Art; größte Breite des Halsschilds nicht selten etwas vor der Mitte; Punktur der Flügeldecken überwiegend nadelrissig; Flügeldecken glänzend bis matt; Oberseite grün, blau, violett, schwärzlich, rötlich usw., Flügeldecken häufig mit blauer oder dunkler Längsbinde, diese gewöhnlich schlecht begrenzt, verkürzt oder nur wischartig, Halsschild meist mit angedunkelter Basis; Färbung innerhalb einer Population meist recht einheitlich. Aedoeagus [Abb.33] [Abb.34] [Abb.35]. 7,5-11,5 mm. Karpatenbogen, mehrere Mittelgebirge, Alpen, Pyrenäen, Apennin, Balkanhalbinsel; an Asteraceen wie Adenostyles, Petasites und Senecio; bevorzugt in montanen bis subalpinen Lagen, in den Westalpen auch häufig bis ausschließlich alpin.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...cacaliae (Schrk., 1785)


Die Rassenstruktur liegt für viele außeralpine Formen relativ übersichtlich vor; sie ist dagegen für den Alpenraum - mit Ausnahme der Westalpen - noch nicht befriedigend geklärt, die zugehörigen Formen werden deshalb nachstehend unter cacaliae s.str. zusammengefaßt.

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OREINA CACALIAE.GIF
Abb.33
OREINA CACALIAE
Abb.34
OREINA CACALIAE2.JPG
Abb.35
 
-- Prosternalfortsatz mit Längsfurche; 1. Tarsenglied etwas kürzer als das 2. und 3. zusammen; Punktur der Flügeldecken einfach oder nadelrissig.

   ...22

 
#21 Formengemisch aus dem Hauptteil der Alpen und angrenzenden Gebieten mit der Nominatform, f. sumptuosa (Redt.), f. resplendens (Dan.) und f. macera (Wse.) aus den Alpen, f. dinarica (Apflb.) aus der nördlichen Balkanhalbinsel und f. feldbergensis Bech. aus dem Schwarzwald und den Vogesen. Aedoeagusspitze wie bei bohemica nach vorne ± verjüngt(B in [Abb.33]) allerdings individuell etwas variabel und gelegentlich wie Aedoeagus 26:15A; Flügeldecken mindestens an den Flanken ± matt, bei den ♀ nicht selten komplett matt, dabei meist mit opakem Schimmer; bei der intensiv blau bis trüb blaugrün gefärbten sumptuosa meist auch die dd überwiegend matt; bei der Nominatform Oberseite grün bis goldgrün oder rotkupfern, gewöhnlich mit dunkler (blauer), wischartiger Flügeldeckenlängsbinde auf mattem Grund und mit angedunkelter Halsschildbasis: Flügeldecken bei macera und feldbergensis im Mittel stärker glänzend und verrunzelt, dabei aber ziemlich variabel und dadurch nicht scharf von der Nominatform zu trennen, zugleich oft der ssp. bohemica sehr ähnlich. Stammform

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...cacaliae (Schrk., 1785)

 
-- Form aus dem Bayerischen und Böhmer Wald. Verlängerte Spitze des Aedoeagus nach vorne ± verjüngt, in der Regel nicht parallel (wie bei B in [Abb.33]); Flügeldecken glänzend, stärker verrunzelt als bei der Vorigen, seitlich mit mattiertem Streifen; Oberseite leuchtend grün bis goldgrün (selten rötlich oder blaugrün), Flügeldeckennaht und Halsschildbasis gewöhnlich angedunkelt bis blau, Längsbinde auf den Flügeldecken meist sehr verwaschen und nur wenig dunkler als die Umgebung, selten blau; recht einheitliche Form.(marani (Fass.)) ssp.

   ...bohemica (Wse.)

 
-- Form, von Transsylvanien über die Karpaten und ihre angrenzenden Mittelgebirge bis zum Erzgebirge verbreitet Verlängerte Spitze des Aedoeagus in der Regel deutlich parallelseitig (A in [Abb.33]); oberseits glänzend, Flügeldecken nicht selten schwach runzelig punktiert, besonders an den Flanken, dort jedoch nie matt; Färbung trüb blaugrün bis blau, schwarzviolett oder oliv, Naht meist angedunkelt, nur selten mit undeutlichem dunklem Längswisch, Oberseite gelegentlich auch leuchtend hellgrün bis kupfrig. ssp.

   ...senecionis (Schumm.)

 
-- Weitere Rassen aus den Westalpen (ssp. senilis (Dan.), rugulos, matt, blau), dem Apennin (ssp. magistrettii (Schatzm.) und ssp. harii (Schatzm.)), dem Zentralmassiv und den Pyrenäen (ssp. tussilaginis (Suffr.)) sowie der südlichen Balkanhalbinsel (ssp. albanica (Müll.)).  
#22 Aedoeagusspitze angenähert dreieckig und flach, in der Seitenansicht vom Penisrohr stufig abgesetzt, Ductus in Normallage nicht oder kaum sichtbar [Abb.36] [Abb.37]; größte Breite des Halsschilds in der Regel in der hinteren Hälfte und oft nahe der Basis, in der vorderen Hälfte gewöhnlich deutlich verengt; Punktur der Flügeldecken fein, gelegentlich etwas nadelrissig (jedoch öfter stellenweise verrunzelt), Untergrund glänzend bis matt; Tendenz zur Ausbildung einer scharfen Flügeldeckenlängsbinde und einer Halsschildbasalbinde. 6-10,5 mm. Im Karpatenbogen, in mehreren Mittelgebirgen, den Alpen, Pyrenäen, der Balkanhalbinsel und im Apennin verbreitet; an einer relativ großen Anzahl von Asteraceen aus den Gattungen Adenostyles, Petasites, Tussilago, Senecio, Doronicum, Cirsium und Achillea.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...speciosissima (Scop., 1763)


Mehrere Rassen; die rassentypische Ausbildung der Aedoeagusspitze wird - wie auch bei den verwandten Arten - z.T. von erheblichen individuellen Schwankungen überlagert.

   ...23

OREINA SPECIOSISSIMA.GIF
Abb.36
OREINA SPECIOSISSIMA
Abb.37
-- Spitze des Aedoeagus ± schlank verlängert, in der Seitenansicht nicht abrupt abgesetzt, deutlich ausgekehlt und nicht flach, Ductus bis fast zur Spitze des Aedoeagus herausragend [Abb.38] [Abb.39]; größte Breite des Halsschilds in oder vor der Mitte, teilweise auch hinter der Mitte (ssp. styriaca), nach vorne gewöhnlich weniger stark verengt als bei speciosissima und gestreckter, im Umriß meist einem ausgebauchten Rechteck ähnlicher als einem Trapez, dadurch ergibt sich häufig ein charakteristischer, etwas ,,birnenförmiger" Körperumriß; Punktur der Flügeldecken relativ grob, im allgemeinen deutlich gröber als bei speciosissima s.str., teilweise auch nadelrissig bis stark runzelig, Untergrund glänzend oder durch feine Verrunzelung stumpf, letzteres stets in Kombination mit enger und meist ruguloser Punktur; Flügeldecken außer der Naht ohne dunkle Längsbinde. 6,5-9,5 mm. In verschiedenen Teilen der Alpen und des Apennin; subalpin bis alpin an Adenostyles und Cirsium.

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Zur Rasseneinteilung siehe

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OREINA ELONGATA
Abb.38
OREINA ELONGATA.JPG
Abb.39
#23 Formengemisch aus dem östlichen und mittleren Teil des Alpenraumes einschließlich dem Nordrand, aus montanen bis subalpinen Lagen der Schweiz (partiell auch Tessin, Umgebung Genfer See und Wallis), ferner aus dem Nordbereich der Balkanhalbinsel und aus dem Schwarzwald. Spitze des Aedoeagus ähnlich breit abgesetzt wie bei der Vorigen aber im allgemeinen etwas länger, individuell und lokal variabel (Ostalpen D, Wallis: E, Schwarzwald: F in [Abb.36]); Erscheinungsbild uneinheitlich mit zum Teil großen Unterschieden im Körperumriß, der Wölbung, der Skulptur, dem Glanz und der Zeichnung der Oberseite, dabei innerhalb einer Population gewöhnlich keine große Variationsbreite, Unterschiede hauptsächlich zwischen verschiedenen Populationen im ganzen; weite Teile des Areals von einer relativ einheitlichen Form, der Nominatform, besiedelt: Oberseite glänzend grün bis goldrot oder blaugrün bis tiefblau mit dunkler Längsbinde auf den Flügeldecken und mit dunklem Basalsaum des Halsschilds, Abweichungen davon bei Populationen aus dem Schwarzwald mit etwas verrunzelten Flügeldecken (f. bisculpta Bech.), bei Populationen vom Südrand der Alpen und vor allem bei Hochgebirgspopulationen aus den Ost- und Zentral-Alpen zum Beispiel durch Verbreiterung (f. perinii (Jak.)) oder durch matte, eher einfarbige Oberseite (f. natarsia und f. pyhrgassia Bech.), letztere Formen sehr ähnlich der ssp. troglodytes, auch in der Aedoeagusspitze (G in [Abb.36]). Eine befriedigende Darstellung dieser Formen existiert bisher nicht. (perinii (Jak.), natarsia Bech., pyhrgassia Bech., bisculpta Bech.). Stammform

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...speciosissima (Scop., 1763)

 
-- Form aus dem Mittel- und Nordteil der Karpaten mit Tatra, Beskiden, Fatra, aus den Sudeten, dem Erzgebirge, dem Thüringer Wald, Frankenwald, Böhmer und Bayerischen Wald sowie dem nördlichen Nieder- und Oberösterreich. Aedoeagusspitze relativ kurz und breit (B in [Abb.36]); Oberseite in der Regel glänzend, häufig grün oder goldgrün bis feuerrot mit Flügeldeckenlängsbinde (überwiegende Anzahl der Populationen), aber auch dunkelblau oder trüb und gelegentlich matt; bunt gemischte Populationen selten (Altvatergebirge); vom Kamm des Riesengebirges eine durch ihre düstere Färbung ausgezeichnete Population: f. silesiaca (Wse.) (ignita (Letzn.) sensu Mohr); f. flammea (Jakob) vom österreichischen Mühlviertel zeigt schon zum Teil Übergangscharakter zu speciosissima s.str. (C in [Abb.36]). (ignita (Letz.), silesiaca (Wse.), flammea (Jak.)) ssp.

   ...fuscoaenea (Schummel, 1843)

 
-- Form aus Transsylvanien, den Süd- und Wald-Karpaten. Ausgezeichnet durch eine relativ schlanke und langgezogene Aedoeagusspitze (A in [Abb.36]); Oberseite gewöhnlich grün bis erzfarben trüb oder fast schwarz, ohne Längsbinde. ssp.

   ...juncorum Suff.

 
-- Form aus alpinen Lagen der Schweiz und der norditalienischen Alpen, nach Osten bis zum Stilfserjoch, Gegenüber den vorigen Rassen durch eine verbreiterte, seitlich nicht eingebuchtete Aedoeagusspitze ausgezeichnet (H in [Abb.36]). Relativ schlank und flach, die Flügeldecken ± matt, gewöhnlich außer der angedunkelten Naht ohne oder nur mit schwacher Bindenzeichnung; in Teilen der Schweiz (zum Beispiel im Engadin und im Wallis) mit speciosissima s.str. im gleichen Gebiet aber nach Höhenlagen getrennt. ssp.

   ...troglodytes (Kiesw.)

 
-- Weitere Rassen von speciosissima in den südlichen Westalpen (ssp. binaghii Dacc.& Ruffo, stark runzelig), im Apennin (ssp. solarii Dacc.& Ruffo), im Zentralmassiv, in den Pyrenäen (ssp. convergens (Suffr.)) sowie in Bulgarien (ssp. drenskii (Gruev)). In den Westalpen eine nahverwandte Art, elegans (Arag.), kenntlich an einer roten Flügeldeckenlängsbinde auf grünem Grund, die an den Schultern in Richtung Schildchen umbiegt.  
#24 Form der mittleren Südalpen (Dolomiten, Lessinische, Brescianer und Bergamasker Alpen). Verlängerte Spitze des Aedoeagus schlank, meist kürzer als bei der Vorigen und im Profil deutlich flacher [Abb.40]; Halsschild fast stets hochglänzend, Seitenwulst kräftig; Flügeldecken ± glänzend, in der Regel nicht stumpf; Färbung grün bis blauviolett. Stammform

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...elongata (Suffr.)

OREINA ELONGATA
Abb.40
 
-- Form aus den Ostalpen (Rottenmanner Tauern, Eisenerzer Alpen, Gleinalpe, Koralpe, ?Krain). Verlängerte Spitze des Aedoeagus relativ breit, teils parallelseitig, teils schräg zulaufend, von der Seite gesehen kräftig geschwungen [Abb.38]; Tendenz zu relativ breitem Halsschild mit der größten Breite in oder hinter der Mitte (Umriß dadurch im Gegensatz zu den folgenden Rassen nicht selten etwas trapezförmig), Seitenwulst kräftig; Flügeldecken ± glänzend; Färbung grün bis blaugrün. ssp.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...styriaca (Franz)

OREINA ELONGATA
Abb.38
 
-- Form aus den Tessiner und Penninischen Alpen einschließlich Wallis. Verlängerte Spitze des Aedoeagus schlank und langgestreckt, nach vorne verjüngt oder parallelseitig und gelegentlich vor dem Ende schwach erweitert [Abb.41]; Seitenwulst des Halsschilds schwächer ausgeprägt als bei den beiden Vorigen und Fühler gestreckter; Punktur und Glanz von Halsschild und Flügeldecken variabel; Färbung hauptsächlich blau bis violett oder auch grün. ssp.

   ...ruffoi (Franz)

OREINA ELONGATA.GIF
Abb.41
 
-- Westlich anschließend von Savoyen bis in die südlichen Seealpen die ssp. occidentalis (Ruffo) (Aedoeagus [Abb.42]) und im Apennin die ssp. siparii (Luig.), ssp. zanghettii Dacc.& Ruffo und ssp. zoiai Dacc.& Ruffo.
OREINA ELONGATA
Abb.42
 
#25 Aedoeagus sehr dick, am Ende stark gekrümmt [Abb.43]; Körper relativ breit und hochgewölbt; Flügeldecken nach hinten ± erweitert, selten parallel; Halsschild in der Regel breit, Seitenwulst meist deutlich und auf der ganzen Länge durch einen seichten Eindruck abgesetzt, gelegentlich auch von einer engen Rinne begrenzt; Oberseite ± glänzend, Punktur der Flügeldecken schwach nadelrissig bis leicht verrunzelt (selten stark verrunzelt); Halsschild und Flügeldecken rötlich, z.T. mit ± breit geschwärzter Naht. 8-11 mm. Transsylvanien, Karpaten, Alpen, Balkanhalbinsel, Bulgarien; an Doronicum, speziell austriacum; auch tagaktiv.

   ...plagiata (Suffr.)


Zur Rasseneinteilung siehe

   ...26

OREINA PLAGIATA.GIF
Abb.43
 
-- Aedoeagus schlanker, am Ende schwächer gekrümmt [Abb.44]; Körper meist schmal und im allgemeinen weniger hochgewölbt; Flügeldecken parallel oder nach hinten leicht erweitert; größte Breite des Halsschilds gewöhnlich nahe der Mitte, Seitenwulst meist fehlend oder nur stellenweise angedeutet, gelegentlich jedoch auch auf der ganzen Länge schwach abgesetzt; Punktur der Flügeldecken nadelrissig bis eng verrunzelt, Flügeldecken nicht selten andeutungsweise längsstreifig skulpturiert, nur mäßig glänzend; Halsschild und Flügeldecken rötlich bis lackschwarz, rote Flügeldecken ohne breit geschwärzte Naht. 7,5-11 mm. Alpen; an verschiedenen Doronicum-Arten wie grandiflorum, glaciale, clusii (Zucht an caucasicum); alpin, meist in der Umgebung von Schneefeldern, dämmerungs- bis nachtaktiv.

   ...melancholica (Heer, 1845)


Mehrere geographische Formen ohne signifikante Aedoeagusunterschiede, im Folgenden ohne Festlegung der systematischen Kategorie als ,,formae" bezeichnet; siehe

   ...27

OREINA MELANCHOLICA.GIF
Abb.44
 
-- Eine nah verwandte Art (Aedoeagus [Abb.45]) vom Tessin über die Penninischen bis in die Cottischen Alpen.

   ...peirolerii (Bassi)

OREINA PEIROLERII.GIF
Abb.45
 
#26 Form aus Transsylvanien und dem Karpatenbogen (Beskiden, Tatra, Babia Gora, Altvater, Riesengebirge). Größte Breite des Halsschilds meist nahe der Mitte; Körper ± gedrungen; Flügeldecken gewöhnlich mit geschwärzter Naht; sehr selten mit rötlichen Beine. Stammform

   ...plagiata (Suffr.)

 
-- Formengemisch aus den Ostalpen (Salzkammergut, Tauern, östliche Voralpen, Karawanken, Karnische Alpen) und aus der westlichen Balkanhalbinsel bis Albanien; meist sehr lokal. Größte Breite des Halsschilds meist nahe der Basis, Umriß des Halsschilds nicht selten angenähert trapezförmig (regional und individuell recht variabel); die Formen der Ostalpen gewöhnlich mehr gestreckt (zum Beispiel f. kaprunensis Bech. aus den Tauern, f. retenta (Wse.) aus den Seethaler Alpen), die Formen aus den Südostalpen gedrungener (f. divisoria Bech. aus den Karawanken und Slowenien, f. hercegovinensis Bech. (croatica (Wse.)) aus den Gebirgen der westlichen Balkanhalbinsel); Oberseite glänzend bis stark verrunzelt (f. retenta); Flügeldecken ohne geschwärzte Naht. Eine fundierte Darstellung der Formen fehlt bisher. ssp.

   ...commutata (Suffr.)


Weitere Rassen im Hohen Balkan (ssp. schipkana (Jak.) und am Oberrand der Penninischen Alpen (ssp. pennina (Bin.)). Nah verwandte Arten im Apennin (sibylla (Bin.)) und in den Pyrenäen (ludovicae (Muls.)).
 
#27 Südosten des Verbreitungsgebiets (Karnische und Julische Alpen). Groß: bis 11 mm; Halsschild und Flügeldecken der lebenden Tiere gewöhnlich leuchtend korallenrot bis ziegelrot; Halsschild mit der Tendenz zur Ausbildung eines sehr schwach aber durchgehend abgesetzten Seitenwulstes (Verwechslungsgefahr mit plagiata commutata). Stammform

   ...melancholica (Heer, 1845)

 
-- Ost- und Zentral-Alpen (vom Wiener Schneeberg bis etwa zum Arlberggebiet und Stilfserjoch, nördlich bis ins Berchtesgadener Land). Kleine Form (s. über 9 mm); Seitenwulst des Halsschilds meist fehlend oder nur stellenweise angedeutet; Halsschild und Flügeldecken der lebenden Tiere mehr getrübt oder bräunlich rot, im Bereich des Glocknermassivs auch mit Ubergängen bis zu vollständig schwarz. f.

   ...solitaria Kipp.

 
-- An das Verbreitungsgebiet von f. solitaria westlich angrenzende Gebirgsmassive bis Savoyen, nördlich bis ins Allgäu. Größe und Körperbau wie bei der Vorigen aber Oberseite stets schwarz (Mischfärbungen lediglich im Grenzgebiet beider Formen: zum Beispiel Rhätikon, Stilfserjoch, sehr selten). f.

   ...neomelanocephala Kipp.

 
  alpestris
anderschi
banatica
bidentata
bifrons
bohemica
cacaliae
cadorensis
caerulea
canavesei
collucens
commutata
decora
elongata
fairmairiana
frigida
fuscoaenea
gadmena
ganglbaueri
genei
gloriosa
heterocera
huberi
intricata
juncorum
liturata
lugdunensis
melancholica
monticola
neomelanocephala
peirolerii
plagiata
polymorpha
pretiosa
ruffoi
senecionis
solitaria
speciosa
speciosissima
styriaca
troglodytes
variabilis
virgulata
viridis
     Erstellt am: 13.09.2013
Letzte Aktualisierung: 18.09.2013 - 00:03:00
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