Gattung Hoshihananomia Kono Coleoptera - Polyphaga - Heteromera - Mordellidae
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  Die 4 ersten Fühlerglieder schmäler als das 5. und die folgenden Glieder, wie bei Mordella. Endglied der Kiefertaster beil- oder messerförmig (im Gegensatz zu Curtimorda, wo es dreieckig ist), nicht oder nur schwach platt gedrückt, dabei die Spitzenfläche meist ausgehöhlt. Mitteltarsen kürzer als die Mittelschienen oder von gleicher Länge. Augen fein facettiert und kahl. Schildchen dreieckig, mit gerundeten Seiten. Auf den Hinterschienen nur ein kurzer Apikalkerb, die Tarsenglieder der Hinterbeine ohne Kerbe. Vorletztes Tarsenglied der beiden vorderen Beinepaare ± stark ausgerandet bis zweilappig. Glieder der Vorder- und Mitteltarsen von schwach zunehmender Breite (Klauenglied ausgenommen). Klauen sehr stark gezänht mit einem borstenartigen Anhang an der Basis [Abb.1] und dadurch von allen anderen Mordelliden des Gebiets zu unterscheiden. Pygidium meist sehr lang, nadelspitzig oder abgestumpft. Meist große bis sehr große Arten. über 100 Arten, besonders in tropischen Ländern. In Europa 3 Arten bekannt.
HOSHIHANANOMIA PERLATA
Abb.1
 
#1 Zwischen dem Hinterrand der Augen und der Hinterkante des Kopfes deutliche Schläfen etwa von der Länge des 3.Fühlergliedes [Abb.2]; die helleren Haarmakeln der Flügeldecken rund, punktförmig, scharf begrenzt. Körper und Anhangsorgane völlig schwarz. Vorderschienen des ♂ kräftig gebogen, beim ♀ gerade. Behaarung der Oberseite schwarz, weiß behaart sind auf dem Halsschild der Hinterrand des basalen Mittellappens, jederseits der Längsmitte ein schmaler, oft unterbrochener Haarstreif und ± ausgedehnt der vordere Teil des Halsschilds; Schildchen dunkel behaart. Auf den Flügeldecken zahlreiche schneeweiße Haarmakeln, von denen mehrere oder fast alle fehlen können [Abb.3]. 6,8-10 mm. In der Mittagshitze auf älteren Baumstubben (Kiefer, Birke), sehr flüchtig. Sehr diskontinuierliche Verbreitung von Südfrankreich quer durch Mitteleuropa bis Nordjapan. In jüngster Zeit auch im nördlichen Niedersachsen gefunden. In Ausbreitung begriffen?.

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HOSHIHANANOMIA PERLATA
Abb.2
HOSHIHANANOMIA PERLATA
Abb.3
-- Der Hinterrand der Augen erreicht fast die Hinterkante des Kopfes [Abb.4]; helle Flügeldeckenbeschuppung veränderlich [Abb.5], gewöhnlich an der Basis mit umfangreicher querbindenartig verflossener heller Beschuppung, die meistens einen runden schwarzen Fleck einschließt, hinter der Mitte eine Querbinde aus gewöhnlich 4 Flecken, von denen die inneren größer sind. 7-10 mm. Auf altem Holz, sehr flüchtig. Südeuropa, Slowakei; in Deutschland 1990 am Südrand der Lüneburger Heide.

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Ganz sicher bin ich mir nicht mit der Bestimmung, vor allem nachdem ich die Habitusabbildung eines Tieres aus Italien sah [Abb.6] und mit der Originalbeschreibung verglichen habe; ich werde das aber weiterverfolgen. Alle anderen Arten - bis auf eine aus dem Libanon - kommen in der Ostpaläarktis vor [Abb.7].
HOSHIHANANOMIA GACOGNEI
Abb.4
HOSHIHANANOMIA GACOGNEI
Abb.5
HOSHIHANANOMIA GACOGNEI
Abb.6
 BAUSTELL.GIF
Abb.7
-- Eine weitere mir unbekannte Art in Rumänien.

   ...transsylvanica Ermisch, 1977

 
  gacognei
perlata
transsylvanica
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Erstellt am: 05.08.2009
Letzte Aktualisierung: 28.04.2017 - 16:09:40