Gattung: Helophorus Fabricius Coleoptera - Hydrophilidae - Hydraeninae
  Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
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Arnold (1935): Bestimmungstabelle der Mitteleuropa Arten der Gattung Helophorus. Ent.Blätter 31
Strand, A. (1965): De nordiske Arten av slekten Helophorus. Norsk ent. Tidskr. 8: 67 ff.
Angus, R.B. (1969): Revisional Notes on Helophorus F.. Ent. Month. Mag. 105: 1 ff.
Angus, R.B. (1982): Separation of two species standing as Helophorus aquaticus (L.) (Coleoptera, Hydrophilidae) by banded chromosome analysis. Syst. Ent. 7: 265 - 281.
Hebauer, F. (1982): Corrigenda et Addenda zum Beitrag zur Faunistik und Ökologie der Elminthidae und Hydraenidae in Ostbayern (Coleoptera) - Mitt. Münchner Ent. Ges. 72:1-8
Angus, R.B. (1984): Towards a Revision of the palearctic Species of Helophorus F. - Ent.Review 63 (3):89-119.
Angus, R.B. (1985): dto. Ent.Review 64 (4): 128-162.
Angus, R.B. (1986): Revision of the Palearctic species of the Helophorus minutus group, with chromosome analysis and hybridization experiments. Syst.Ent. 11: 133-163.
Angus, R.B. & Toledo, M.A. (2010): A new, chomosomally distinct Italian Helophorus F. similar to H. aequalis Thomson, and notes on some other species in Italy. - Koleopt. Rundsch. 80:103-111
  Halsschild mit 5 Längsfurchen und dazwischenliegenden Wülsten. Flügeldecken mit Punktstreifen. Letztes Tarsenglied kürzer als die vorhergehenden Glieder zusammen. Arten der Gattung Helophorus sind leicht als solche zu erkennen [Abb.1], doch sind viele Arten schwierig zu bestimmen.
HELOPHORUS SP
Abb.1
 
  Erläuterungen zur Bezeichnung der Merkmale    >>>99  
#1 Flügeldecken mit verkürztem Skutellarstreifen neben der Basis des 1. Flügeldeckenstreifens [Abb.2].

   ...2

HELOPHORUS AQUATICUS
Abb.2
 
-- Flügeldecken ohne Skutellarstreifen

   ...12

 
#2 3. und 7. Flügeldeckenzwischenraum hinter der Basis, 5. Zwischenraum in der Flügeldeckenmitte rippenförmig erhaben. Jeder dieser Zwischenräume hinter den Rippen mit mehreren kräftigen Tuberkeln; jede Flügeldecke vor der Mitte mit kräftigem Quereindruck. Untergattung Cyphelophorus Kuwert. Tief schwarz, Halsschild kräftig granuliert, Flügeldecken glänzend. 2,8-3,3 mm. Im Sphagnum und auf feuchten Moorböden verstreut und sehr selten; nördliches Mitteleuropa, südlich bis zum Hohen Venn, dem Harz und Niederschlesien. Im allgemeinen nur vereinzelt, im Anspülicht der Küste jedoch mehrfach in Anzahl.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...tuberculatus Gyll., 1808

 
-- Flügeldecken mit glatten oder kielförmigen Zwischenräumen oder unterbrochenen Rippen; niemals mit großen Tuberkeln. Niemals völlig schwarz, auch bei sehr dunklen Stücken sind die Beine hell

   ...3

 
#3 Kiefertasterendglied symmetrisch, spindelförmig, Innen- und Außenrand konvex gebogen [Abb.3]. Flügeldeckenrand unter dem als Kante vortretenden äußeren Flügeldeckenzwischenraum von oben nicht sichtbar

   ...4

HELOPHORUS GUTTULUS
Abb.3
 
-- Kiefertasterendglied asymmetrisch und verlängert, Außenrand stärker konvex, Innenrand fast gerade [Abb.4]. Die Kante des äußeren Flügeldeckenzwischenraumes verdeckt nicht den Flügeldeckenseitenrand Untergattung Megalelophorus Kuwert

   ...9

HELOPHORUS AQUATICUS
Abb.4
 
#4 Der äußerste Flügeldeckenzwischenraum ist bis zur Spitze scharf gekantet. Der Raum zwischen dieser Kante und dem Flügeldeckenseitenrand, die Pseudepipleuren, sind als schmale, glänzende Fläche bis zur Spitze ausgebildet [Abb.5]. Abwechselnde Flügeldeckenzwischenräume kielförmig erhaben. Zwischen dem 1. Flügeldeckenstreifen und dem kurzen Skutellarstreifen befindet sich ein kurzes Rippenstück. Untergattung Empleurus Hope

   ...5

HELOPHORUS RUFIPES
Abb.5
 
-- Die Pseudepipleuren verschwinden vor der Flügeldeckenspitze [Abb.6]. Untergattung Trichelophorus Kuwert

   ...8

HELOPHORUS MICANS
Abb.6
 
#5 Größere Arten von 4,5-5 mm. Die inneren Halsschildwülste verengen sich stark zum Hinterrand oder sind hinter der Mitte unterbrochen [Abb.7]. Rippenförmiger Zwischenraum zwischen 2. und 3. Flügeldeckenpunktstreifen gleichmäßig erhaben.

   ...6

HELOPHORUS RUFIPES
Abb.7
 
-- 3-4 mm. Halsschildinnenwulst hinter der Mitte weder unterbrochen noch ungewöhnlich verschmälert. Kielförmiger 3. Zwischenraum im vorderen Drittel etwas verflacht oder unterbrochen

   ...7

 
#6 Halsschild mit spitzwinklig nach außen vorspringenden Hinterecken [Abb.7]. Innenwülste vor der Mitte unterbrochen. Schultern eckig vorstehend. Kopf braun, Halsschild braunrot, Flügeldecken bräunlichgelb, mit ± ausgedehnten schwarzen Flecken [Abb.8]. Ungerade Zwischenräume stärker rippenförmig erhaben, mit kurzen, gebogenen Härchen, die meistens nur zum Flügeldeckenseitenrand erkennbar sind. Aedoeagus [Abb.9]. 4,5-5 mm. In Westeuropa verbreitet, von dort ins westliche Mitteleuropa vordringend; Belgien, Niederlande, Elsaß; bei uns in Hessen und dem Rheinland, Holstein. Auf feuchten Böden, phytophag an Cruciferen; in England als Rübenschädling festgestellt.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...rufipes (Bosc., 1791)

HELOPHORUS RUFIPES
Abb.8
HELOPHORUS RUFIPES.JPG
Abb.9
-- Halsschildhinterwinkel rechtwinklig, Innenwulst des Halsschildes vor der Mitte nicht unterbrochen. Schultern abgerundet. In Färbung und Flügeldeckenskulptur mit rufipes übereinstimmend. 4,5-5 mm. Atlantisch verbreitet. Belgien, Niederlande, Rheinland, Oldenburg, Hamburg selten oder sehr selten. Wurde als Schädling an Stoppelrüben beobachtet.

   ...porculus Bedel, 1881

 
#7 Braun, Halsschildseiten heller, Flügeldecken braungelb mit zahlreichen dunklen Flecken. Abwechselnde Zwischenräume mit Rippen, auf denen dichtgestellte krumme Härchen stehen. Rippe des 3. Flügeldeckenzwischenraumes vor der Mitte deutlich etwas verflacht, aber nicht unterbrochen [Abb.10]. Lippentaster seidig behaart. Flügel gut entwickelt. Aedoeagus [Abb.11]. 3-4 mm. Ganz Mitteleuropa; im Norden überall häufig, nach Süden seltener. Vorzugsweise an trockenen Stellen, auf Kulturfeldern, unter Unkraut, im Anspülicht, bei Ameisen.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...nubilus F., 1777

HELOPHORUS NUBILUS
Abb.10
HELOPHORUS NUBILUS.JPG
Abb.11
-- Mit nubilus weitgehend übereinstimmend; Rippe des 3. Flügeldeckenzwischenraumes vor der Mitte durch einen tiefen Eindruck unterbrochen [Abb.12]. Lippentaster kahl. Flügel verkümmert. Seiten der Sternite mit kurzer und dichter Behaarung. 3-3,5 mm. Westeuropäische Gebirge; in Mitteleuropa im Alpengebiet weit verbreitet, aber nicht häufig; terricol unter Steinen, an Schneerändern, zwischen Graswurzeln.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...schmidti Villa, 1838

HELOPHORUS SCHMIDTI
Abb.12
 
#8 Halsschildhinterwinkel stumpfwinklig, vor den Ecken nicht ausgeschweift [Abb.13]. Punktstreifen grob, abwechselnde Flügeldeckenzwischenräume rippenförmig, die Rippen dicht mit gekrümmten Borsten besetzt. Kopf und Halsschild metallisch grünlich oder kupferig, Halsschild manchmal heller gerandet, Flügeldecken bräunlich mit helleren und dunkleren fleckchen. 4-5 mm. Mittelmeergebiet, Westeuropa, Westengland; möglicherweise bei uns im Nordwesten aufzufinden. Gern, aber nicht nur in Salzwasser.

   ...alternans Gené

HELOPHORUS ALTERNANS
Abb.13
 
-- Halsschildseiten vor den Hinterecken deutlich ausgeschweift, diese spitzwinklig [Abb.14]. Kopf und Halsschild metallisch grün, kupferig oder purpurn, Flügeldecken dunkel metallisch grün mit gelbbraunen, schwarz gefleckten Rippen, oder heller bräunlichgelb mit kleinen schwarzen F [Abb.15]lecken. Flügeldeckenrippen mit gekrümmten Börstchen besetzt. 4,5-5,5 mm. Halophil in Südosteuropa, am Neusiedlersee bisweilen in großer Menge im Schlamm unter Steinen; Böhmen, Mähren,

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...micans Fald.

HELOPHORUS MICANS
Abb.14
HELOPHORUS MICANS
Abb.15
#9 Hinterrand des letzten Sternits zinnenartig grob und sehr regelmäßig gezackt mit jeweils deutlichen Zwischenräumen; die Zacken nie doppelt so breit wie lang [Abb.16] [Abb.17]. Halsschild ziemlich breit, alle Wulste gleichmäßig grob und vollständig granuliert, matt; Granula nie zusammenfließend. Flanken der Halsschildwülste scharfkantig, steil abfallend. Unterseite schwarzbraun. Sehr große Art von 6-9 mm [Abb.18]. Aedoeagus [Abb.19] [Abb.20]. Gern auf überschwemmten Wiesen; Steppenart. Ganz Europa.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...grandis Ill., 1798

HELOPHORUS GRANDIS
Abb.16
HELOPHORUS GRANDIS
Abb.17
HELOPHORUS GRANDIS
Abb.18
HELOPHORUS GRANDIS.GIF
Abb.19
HELOPHORUS GRANDIS
Abb.20
-- Hinterrand des letzten Sternits unregelmäßig und schwächer bis undeutlich gezackt, ohne regelmäßige Zwischenräume [Abb.21].

   ...10

HELOPHORUS LIGURICUS
Abb.21
 
#10 Sehr große Art von 5 - 9 mm mit auffallend kleinem, an der Basis schmalem, stark ausgeschweiftem Halsschild. Aedoeagus außergewöhnlich langgestreckt, bis 1,5 mm [Abb.22]; Zähnung des Analsternits kurz und dicht ohne deutliche Zwischenräume; manche Zähne doppelt so breit wie lang [Abb.21]. sosten Europa und östl. Mitteleuropa - Steppenart. Auf flachen, frühjahrsüberschwemmten Grasflächen. Umg.Wien mehrfach.

   ...liguricus Angus

HELOPHORUS LIGURICUS.GIF
Abb.22
 
-- Kleinere Arten von 4 - 6 mm mit breitem Halsschild und deutlicher Zähnung des letzten Sternits; Zähne aber nie doppelt so breit wie lang. Halsschildinnenwülste glänzend, konvex; Granula teilweise zusammenhängend.

   ...11

 
#11 Durchschnittlich kleiner, dunkler, meist mit mehreren helleren Flecken. Parameren kürzer, Außenrand in der Regel deutlich konvex, Basalteil fast so lang wie die Parameren [Abb.23]; bei den ♀ ist das hufeisenförmige 9. Tergit kürzer und am Außenrand apikal deutlich konkav [Abb.24]. Sehr variabel und von der folgenden Art in vielen Fällen nur durch Chromosomenanalyse sicher trennbar! In stehenden Gewässern häufig. Europa. Verbreitung mehr östlich und montan. In den Alpen und Pyrenäen häufig. Nicht in England.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...aquaticus (L., 1758)

HELOPHORUS AQUATICUS.GIF
Abb.23
HELOPHORUS AQUATICUS
Abb.24
-- Durchschnittlich größer, oft einfarbig hell braungelb mit deutlicher Pfeilmakel und dunklem Punkt im 6. Flügeldeckenintervall. Parameren viel länger als der Mittellobus; Außenränder derselben meist parallelseitig; weniger variabel als die vorige Art. Aedoeagus [Abb.25]. Bei den Weibchen ist das 9. Tergit länger und am Außenrand nicht konkav [Abb.26] [Abb.27]. In detritusreichen stehenden Gewässern häufig. Verbreitung mehr westeuropäisch-atlantisch. Häufig in England, Frankreich und der norddeutschen Tiefebene, Rheinland, Niederbayern. Auch in Polen, Ungarn, Italien (? s.u.) und den Balkanstaaten neben aquaticus.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...aequalis Thoms., 1868

HELOPHORUS AEQUALIS.GIF
Abb.25
HELOPHORUS AEQUALIS
Abb.26
HELOPHORUS AEQUALIS2.GIF
Abb.27
-- Aus Italien wurde 2010 von Angus & Toledo (l.c.) eine weitere Art beschrieben,die sich bisher nur durch Chromosonenuntersuchung sicher von aequalis trennen läßt. Aedoeagus [Abb.28]. Die Autoren äußern die Vermutung,daß möglicherweise alle Meldungen von aequalis aus Italien auf diese Art zu beziehen sind.

   ...thauma Angus & Toledo, 2010

HELOPHORUS THAUMA.GIF
Abb.28
 
#12 Kiefertasterendglied spindelförmig, symmetrisch [Abb.29] [Abb.30]. Untergattung Atracthelophorus Kuwert.

   ...13

HELOPHORUS TS
Abb.29
HELOPHORUS TS
Abb.30
-- Kiefertasterendglied asymmetrisch [Abb.31] [Abb.32], Innenkante weniger gebogen, manchmal fast gerade, Außenkante konvex. (Beachte auch confrater). Untergattung Helophorus s.str

   ...19

HELOPHORUS GRISEUS
Abb.31
HELOPHORUS OBSCURUS
Abb.32
#13 Schienen und Tarsen sehr kurz, 2. Hintertarsenglied nur wenig länger als das 3. [Abb.33]. Körper kurz und gedrungen. Halsschild in oder etwas vor der Mitte am breitesten, nach hinten ± geradlinig verengt. Flügeldecken gröber als bei glacialis, feiner als bei nivalis punktiert. Kopf und Halsschild metallisch, Flügeldecken metallisch braun mit bräunlichgelben Flecken oder bräunlichgelb mit schwärzlichen Flecken. Kiefertaster braunrot bis schwärzlich, höchstens schwach metallisch, Beine braunrot mit schwärzlichen Tarsen. 2,4-3,4 mm. Tatra, Karawanken; alpin, sehr selten.

   ...brevitarsis Kuw.

HELOPHORUS BREVITARSIS
Abb.33
 
-- Tarsen länger, 2. Hintertarsenglied viel länger als das 3. [Abb.34]. Halsschild deutlich vor der Mitte am breitesten.

   ...14

HELOPHORUS GUTTULUS
Abb.34
 
#14 Halsschildseiten vor der Mitte stark gerundet, nach hinten ± stark ausgeschweift verengt [Abb.35] [Abb.36].

   ...15

HELOPHORUS ARVERNICUS
Abb.35
HELOPHORUS ARVERNICUS
Abb.36
-- Halsschildseiten vor der Mitte mäßig gerundet, nach hinten geradlinig oder sehr schwach ausgeschweift verengt [Abb.37].

   ...16

HELOPHORUS GRISEUS
Abb.37
 
#15 Körper gedrungen, sehr stark gewölbt, Flügeldecken 1 1/2 x so lang wie zusammen breit. Halsschild mit deutlicher Längswölbung, auch auf den Innenwülsten kräftig gekörnt [Abb.36]. Flügeldeckenstreifen sehr grob punktiert, die ungeraden Zwischenräume stärker rippenförmig erhaben und mit einer gut erkennbaren Reihe gekrümmter Härchen. Kopf und Halsschild meist kupferig metallglänzend. Flügeldecken gelbbraun mit schwarzen Flecken, Beine braun. 3-3,5 mm. Aedoeagus [Abb.38]. Im nassen Sand an Bachufern, gewöhnlich gesellig. Ganz Mitteleuropa, doch im allgemeinen selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...arvernicus Muls., 1846

HELOPHORUS ARVERNICUS.JPG
Abb.38
 
-- Körper gestreckter, flacher gewölbt. Innere Halsschildwülste nur flach areoliert. Flügeldecken mit deutlichem Eindruck am Ende des 1. Flügeldeckendrittels. Innere Halsschildwülste gewölbt, Flügeldeckenzwischenräume - die abwechselnden meist stärker - gewölbt. Kopf und Halsschild dunkel metallisch, Flügeldecken metallisch braun oder gelbbraun mit dunklen Flecken, Beine braunrot. 3,2-3,8 mm. Im ganzen Alpengebiet, in den Sudeten und Beskiden subalpin bis alpin in Höhen von 1300-2500 m. Vorzugsweise an Schmelzwassertümpeln, oft zusammen mit glacialis, aber seltener

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...nivalis Giraud, 1851

 
#16 Kiefertaster tiefschwarz mit starkem Metallglanz. Kopf, Halsschild und Beine meistens schwarz mit schwach grünem Erzschimmer, Flügeldecken schwarz oder braun mit Bronzeglanz, seltener mit ausgedehnten helleren Flecken oder sogar gelbbraun mit schwarzen Flecken. Halsschild flach, Innenwülste nur punktiert, Mittelwülste punktiert oder schwach areoliert, Außenwülste granuliert. Flügeldecken mit feineren Punktstreifen und flachen Zwischenräumen, vor der Mitte mit flachem Eindruck. 2,5-3,4 mm. im ganzen Alpengebiet in höheren Lagen wohl überall häufig; im Frühjahr auf Schneeflecken und an feuchten Felswänden oft sehr zahlreich, in Schmelzwasserlachen. Schwarzwald?, Sudeten, Karpaten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...glacialis Villa, 1833

 
-- Kiefertaster und Beine ohne Metallglanz, Beine bräunlichrot oder gelblich, nur die Klauengliedspitze geschwärzt.

   ...17

 
#17 3-3,8 mm. Stark, wie lackiert glänzend. Innere und mittlere Halsschildwülste glänzend, einfach oder areoliert punktiert. Stirnfurche schmal. Flügeldeckenpunktstreifen feiner punktiert, Zwischenräume flach, ein Eindruck in der Flügeldeckenvorderhälfte fehlt. Dunkel bronzefarbig, Kopf und Halsschild mit Metallschimmer, Flügeldecken bronzebraun oder kastanienbraun mit grünem oder violettem Metallschimmer. Kiefertasterendglied manchmal etwas asymmetrisch. Gebirgsart. Von den Karpaten bis nach den Sudeten verbreitet; Altvatergebirge, Riesengebirge, Beskiden, Glatzer Schneeberg; sehr selten.

   ...confrater Kuw.

 
-- 2,2-3,2 mm. Nur mäßig glänzend, Halsschild vollständig granuliert oder innen nur kräftig areoliert, mit kräftig gewinkelter Innenfurche [Abb.39]. Stirnfurche nach vorn erweitert [Abb.40]. Flügeldeckenpunktstreifen nach vorn zunehmend kräftiger punktiert. Flügeldecken vor der Mitte mit flachem aber deutlichen Eindruck.

   ...18

HELOPHORUS GUTTULUS
Abb.39
HELOPHORUS BREVIPALPIS
Abb.40
#18 Schmäler und länger. Flügeldecken meistens dunkelbronzen oder metallschwarz, bräunlich gefleckt, oft mit hellerem Fleck im hinteren Drittel. Fühler und Beine dunkler. Kiefertaster pechbraun oder fast schwarz, bisweilen mit hellerer Wurzel. Halsschild ohne gelben Seitensaum. Übergänge zu brevipalpis kommen vor. 2,2-3,2 mm. Von Südosteuropa bis ins östliche Österreich und die Slowakei vorkommend. (guttulus auct. nec Motsch.)

   ...montenegrinus Kuwert, 1885

 
-- Breiter und kürzer, Halsschild hell metallisch (meist grün bis purpurn), Flügeldecken hellgelb bis bräunlichgelb, hinter der Mitte mit Pfeilmakel und weiteren dunklen Flecken [Abb.41]. Kiefertaster und Beine rötlich bis gelb. Halsschild meistens gelb gesäumt. Aedoeagus [Abb.42]. 2,2-3,2 mm. Paläarktisch verbreitet, in ganz Mitteleuropa wohl überall häufig, auch in salzhaltigem Wasser.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...brevipalpis Bedel, 1881


(Var. bulbipalpis Kuwert mit stark angeschwollenem Kiefertasterendglied besitzt nach Lohse keinen Rassenwert).
HELOPHORUS BREVIPALPIS
Abb.41
HELOPHORUS BREVIPALPIS.JPG
Abb.42
-- Mir unbekannt ist eine endemische Art aus dem Kaukasus, die von früheren Bearbeitern als Stammform der beiden obengenannten Arten betrachtet wurde

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...guttulus Motsch.

 
#19 Kiefertaster schwarz mit Metallglanz, Beine schwarz. Siehe glacialis LZ    >>>16  
-- Kiefertaster selten dunkel, dann aber ohne Metallglanz, gewöhnlich ganz hell und höchstens mit angedunkelter Spitze des Endgliedes.

   ...20

 
#20 Große Art von 5,5-6 mm, mit charakteristischer Färbung. Halsschild nicht metallisch, wie die Flügeldecken hell rotbraun, letztere mit einem dunklen Längsfleck (fallax Kuw.) jederseits und einer Pfeilmakel auf der Naht. Fühler, Taster und Beine bräunlichgelb. Halsschild überall stark gekörnt, Flügeldeckenpunktstreifen grob, Oberseite deutlich behaart. Aus Südosteuropa ins südöstliche Mitteleuropa einstrahlend: östliches Österreich, Slowakei, endemische Art der mittleren Donau und in den letzten Jahren in Bayern an der Isarmündung stellenweise im zeitigen Frühjahr massenhaft beobachtet worden. Neuere Funde auch aus dem Wiener Raum. (zoppae Ganglb.)

   ...villosus Duft., 1805

 
-- Arten unter 4,8 mm. Halsschild dunkel, meist metallisch glänzend

   ...21

 
#21 Stirnfurche schmal, tief eingegraben, nach vorn nicht, oder höchstens am äußersten Ende etwas erweitert [Abb.43]. Die meisten der hierher gehörenden Arten haben ein seitlich gleichmäßig gerundetes Halsschild, das in der Mitte am breitesten ist und auch eine sehr deutliche Längswölbung besitzt, so daß seine Oberfläche in Seitenansicht nach vorn deutlich abfällt. Der äußerste Flügeldeckenzwischenraum ist sehr kräftig gekielt, so daß bei Ansicht von oben der eigentliche Flügeldeckenseitenrand nur im hinteren Viertel sichtbar ist. Flügeldecken tief gestreift mit gewölbten Zwischenräumen, von denen die abwechselnden meistens stärker erhaben sind. Oberseite einfarbig dunkel, oder wenigstens die Flügeldecken nicht hell braungelb, sondern braun

   ...22

HELOPHORUS STRIGIFRONS
Abb.43
 
-- Stirn mit flacher und ziemlich breiter, nach vorn allmählich erweiterter Stirnfurche [Abb.44]. Halsschild immer deutlich vor der Mitte am breitesten. Halsschild nur selten mit gebuckelten Wülsten, dann aber die Flügeldecken hell oder mit deutlichen hellen Flecken. Der äußerste Flügeldeckenzwischenraum ebenfalls oft so kräftig gekielt.

   ...26

HELOPHORUS OBSCURUS
Abb.44
 
#22 Kleinere, kürzere und höher gewölbte Arten von 2,4-2,8 mm. Halsschild seitlich gleichmäßig gerundet, in der Mitte am breitesten

   ...23

 
-- Größere und gestrecktere Arten von 3-4,2 mm

   ...25

 
#23 Halsschild glatt und glänzend, höchstens mit verstreuten Pünktchen und verloschener Granulation auf dem Außenwulst [Abb.45]. Halsschildfurchen schmal, fast gerade. Jederseits der Stirnfurche befindet sich eine feine, schräg nach hinten zur Mitte laufende Seitenfurche, die diese Art auch von allen anderen Arten der Untergattung unterscheidet [Abb.46] (diese Furche ist viel feiner als die anderen!). Kopf und Halsschild dunkel bronzefarbig, selten grünlich. Flügeldecken dunkelbraun [Abb.47], nur ausnahmsweise heller und mit erkennbaren schwarzen Flecken. Aedoeagus [Abb.48]. 2,4-2,8 mm. Nördliches Mitteleuropa nicht selten, nach Süden seltener, gebietsweise sehr selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...nanus Sturm, 1836

HELOPHORUS NANUS
Abb.45
HELOPHORUS NANUS
Abb.46
HELOPHORUS NANUS
Abb.47
HELOPHORUS NANUS.GIF
Abb.48
-- Halsschild wenigstens auf dem Außenwulst kräftig gekörnt

   ...24

 
#24 Innere Halsschildwülste etwas hinter, mittlere Wülste etwas vor der Mitte stärker gewölbt (gebuckelt), Fühler gewöhnlich 9-gliedrig. Halsschildmitte nur areoliert punktiert und glänzend. Kopf und Halsschild dunkel erzfarben oder mit Bronzeschimmer, Flügeldecken ± dunkelbraun, oft mit Metallschimmer. Aedoeagus [Abb.49]. Wohl in ganz Mitteleuropa, im allgemeinen verstreut und selten. im Norden und Osten verbreitet und nicht häufig; vorzugsweise in Moorgewässern

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...pumilio Er., 1837

HELOPHORUS PUMILIO.GIF
Abb.49
 
-- Alle Halsschildwülste gleichmäßig schwach gewölbt, auch die Innenwülste grob granuliert. Fühler meistens 8-gliedrig. Kopf und Halsschild dunkel, meistens etwas grünlich schimmernd, Flügeldecken ± dunkelbraun, oft mit Metallschimmer [Abb.50]. Aedoeagus [Abb.51]. Vgl. auch die Anmerkung bei granularis LZ    >>>31 Östliche Art. Südliches Nord- und Mitteleuropa westlich bis zum Rheinland; im Süden und Westen selten oder sehr selten, östlich der Elbe verbreitet und häufiger. (pumilio auct. nec Er.)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...redtenbacheri Kuw., 1885

HELOPHORUS REDTENBACHERI
Abb.50
HELOPHORUS REDTENBACHERI.GIF
Abb.51
#25 Halsschild in oder etwas vor der Mitte am breitesten, die Seiten jedoch bis zu den Vorderwinkeln gleichmäßig gerundet. Halsschildfurchen sehr schmal und wie die Seitenabsetzung matt verrunzelt, Halsschildwülste fein und gleichmäßig gekörnt, auch die Längswölbung gleichmäßig (nicht gebuckelt). Flügeldeckenzwischenräume gewöhnlich untereinander gleichstark gewölbt, der äußere Zwischenraum schwach kielförmig vorspringend. Halsschild meistens grün metallisch, Flügeldecken braun. Aedoeagus [Abb.52]. 3-4 mm. Aus Skandinavien beschrieben, im östlichen Mitteleuropa (Preußen, Schlesien) verstreut und sehr selten. Neue sichere Funde dieser streng azidophilen Art in Bayern (Bayer.Wald b.Regen; Holzkirchen Obby., Umg. Dinkelsbühl Mfr.) stellenweise sehr zahlreich in Riedgrassümpfen, meist vergesellschaftet mit H. asperatus Rey. Einzelangaben auch aus dem übrigen nördlichen und östlichen Mitteleuropa sind revisionsbedürftig und beziehen sich wohl überwiegend auf strigifrons

   ...laticollis Thoms., 1853

HELOPHORUS LATICOLLIS.GIF
Abb.52
 
-- Halsschild deutlich vor der Mitte am breitesten [Abb.43] und nach hinten gerader verengt. Die in der Mitte breite Seitenrandabsetzung verengt sich vor Erreichen des Vorderwinkels, so daß der Seitenrand im vorderen Fünftel von oben gerade oder sogar konkav erscheint (wie [Abb.53]). Halsschildfurchen breiter und glänzend, die Mittel- und Innenwülste gebuckelt und nur areoliert und daher glänzender. Abwechselnde Flügeldeckenzwischenräume meistens stärker erhaben, der äußere Zwischenraum als kräftiger Kiel vorspringend und von der Unterseite gut sichtbar. Ein flacher Dorsaleindruck im vorderen Flügeldeckendrittel kann vorkommen. Halsschild erzfarben oder mit Bronzeglanz, Flügeldecken heller oder dunkler braun, gewöhnlich mit Metallschimmer [Abb.54]. Aedoeagus [Abb.55] [Abb.56], ähnlich dem von flavipes, jedoch der Mittellappen schärfer zugespitzt.) Nur schwer von ftavipes zu unterscheiden, doch ist dort der äußere Flügeldeckenzwischenraum schwächer gekielt, so daß der Flügeldeckenseitenrand gewöhnlich im letzten Drittel von oben sichtbar ist; auch sind dort die Halsschildwülste nicht gebuckelt und der Dorsaleindruck der Flügeldecken meistens sehr deutlich. 3-4,5 mm. Im Norden und Nordosten wohl überall, wenn auch viel seltener als flavipes. Nach Süden seltener werdend und schon im Mittelgebirgsbereich nur noch sporadisch und sehr selten; in Süd- und Ostbayern in Flachmoorgräben ausgesprochen häufig.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...strigifrons Thoms., 1868


Stücke des asperatus mit schmaler Stirnfurche unterscheiden sich durch ganz flachen, vollständig granulierten Halsschild.
HELOPHORUS STRIGIFRONS
Abb.43
HELOPHORUS FLAVIPES
Abb.53
HELOPHORUS STRIGIFRONS
Abb.54
HELOPHORUS STRIGIFRONS.GIF
Abb.55
HELOPHORUS STRIGIFRONS
Abb.56
#26 Die bräunlichen Flügeldecken haben neben den üblichen schwarzen Makeln auch deutlich abstechende hellere Flecken. Halsschild mit lebhaftem buntem Metallschimmer: stellenweise grünlich, daneben aber auch purpurn und messingschimmernd. Punktstreifen der Flügeldecken kräftig. Körper breiter [Abb.57], nicht von der gestreckten Form des minutus

   ...27

HELOPHORUS OBSCURUS
Abb.57
 
-- Flügeldecken braun oder gelblich, ohne deutlich abstechend hellere Flecken; wenn unscharfe Aufhellungen auf den Flügeldecken erkennbar sind, so haben diese die gestreckte Gestalt wie die von minutus [Abb.58].

   ...28

HELOPHORUS MINUTUS
Abb.58
 
#27 Innenwülste des Halsschildes stark glänzend, fein punktiert, höchstens schwach areoliert. Gestalt wie flavipes, Flügeldecken jedoch mit gröberen Punktstreifen, deren Punkte nicht nur größer als dort sind, sondern auch voneinander etwas weiter entfernt stehen. Flügeldecken braun, oft mit schwachem Metallglanz. Auf dem 3.-5. Zwischenraum zwischen der Pfeilmakel und der Spitze mit einem hellen Fleck; ein weiterer Fleck zwischen der Basis und der Pfeilmakel auf dem 4.-5. Zwischenraum, sowie einer schräg dahinter auf dem 7.-8. Intervall. Aedoeagus [Abb.59] [Abb.60]; die Spangen des Innensacks nur so lang wie der Medianlobus. 3-3,8 mm. Westliches Mitteleuropa, Thüringen, Brandenburg, Schlesien, östliches Österreich; in Bayern am nördlichen Alpenrand ziemlich häufig in Fahrspuren und an Seerändern. (quadrisignatus Bach)

   ...dorsalis (Marsh., 1802)

HELOPHORUS DORSALIS.GIF
Abb.59
HELOPHORUS DORSALIS2
Abb.60
-- Sehr ähnlich sind Exemplare von obscurus, bei dem manchmal deutliche helle Flecken auftreten können [Abb.57], sie sind aber im ♂ Geschlecht an den Spangen des Innensacks zu unterscheiden, die deulich länger sind als der Medianlobus [Abb.61]. Siehe LZ    >>>30
HELOPHORUS OBSCURUS
Abb.57
HELOPHORUS OBSCURUS2.JPG
Abb.61
-- Flügeldecken kurz und breit, nur 1,5 x so lang wie zusammen breit, und dadurch von allen folgenden Arten verschieden. Halsschildform und -skulptur wie bei flavipes, weniger glänzend als bei dorsalis. Flügeldecken heller oder dunkler braun, wenigstens die Pfeilmakel und ein Fleck in der Mitte des 7. Zwischenraumes schwarz, helle Flecken oft sehr ausgedehnt und zusammengeflossen; bei dunklen Stücken ist stets ein heller Fleck im 3. Zwischenraum vor der Pfeilmakel und ein weiterer im 5. Zwischenraum am Ende des vorderen Drittels erkennbar. Aedoeagus [Abb.62]. 3-3,8 mm. Österreich, Böhmen, Mähren, Schlesien selten; in Südbayern verbreitet und im Frühjahr stellenweise sehr häufig; daneben ein isoliertes Vorkommen in Belgien und Westdeutschland (Rheinland, Nassau).

   ...croaticus Kuw., 1886

HELOPHORUS CROATICUS.GIF
Abb.62
 
#28 Arten mit fast stets einfarbig dunklen Flügeldecken, so daß zwischen ihnen und dem Halsschild kaum ein Farbkontrast besteht [Abb.63]. Sind die Flügeldecken ausnahmsweise heller, so hat mindestens ihr 1. Zwischenraum deutlichen Metallschimmer und die Flügeldecken einen deutlich erkennbaren Dorsaleindruck am Ende des vorderen Drittels.

   ...29

HELOPHORUS OBSCURUS
Abb.63
 
-- Arten mit deutlichem Farbkontrast zwischen dem metallischen Halsschild und den braungelben Flügeldecken [Abb.64]. Flügeldecken oft sehr gestreckt, stets ohne Metallschimmer und höchstens mit flachem Dorsaleindruck. (Stücke unter 3 mm gehören fast ausnahmslos hierher.).

   ...31

HELOPHORUS GRANULARIS
Abb.64
 
#29 Halsschildinnenwülste flach, nur ausnahmsweise granuliert, meist nur areoliert. Flügeldecken mit einem deutlichen Basaleindruck am Ende des vorderen Drittels. Punktreihen der Flügeldecken weniger kräftig, die Zwischenräume nur flach gewölbt, 2. oder (und) 3. Zwischenraum vorn mit verdoppelter Pünktchenreihe (x 50). Halsschild dunkel mit Erz- oder Bronzeglanz oder grün schimmernd. Flügeldecken braun, oft metallisch glänzend, seltener hell braungelb mit deutlichen schwarzen Makeln, dann aber zumindest auf dem inneren Flügeldeckenzwischenraum mit Metallschimmer. 3-4,2 mm.

   ...30

 
-- Halsschild vollständig dicht und ziemlich feinkörnig granuliert. Streifen der Flügeldecken kräftig und ziemlich tief, die Zwischenräume kräftig gewölbt. Dorsaleindruck der Flügeldecken fehlt oder ist schwach. Flügeldecken stets dunkel. 2. und 3. Flügeldeckenstreifen hinter der Basis mit einfacher Pünktchenreihe oder höchstens einzelnen danebengestellten Pünktchen. Aedoeagus [Abb.65]. 3,8-4,8 mm. Vereinzelte Angaben aus ganz Mitteleuropa, doch oft auf stärker granulierte flavipes zu beziehen. Vermutlich ist bei uns die geschlossene Verbreitung auf das südliche und allenfalls westliche Mitteleuropa beschränkt. (crenatus Rey)

   ...asperatus Rey, 1885

HELOPHORUS ASPERATUS.GIF
Abb.65
 
#30 Halsschildinnenfurche sanft ausgebuchtet [Abb.53]. Flügeldecken gewöhnlich dunkler; Gestalt etwas schlanker, Flügeldecken seitlich schwächer gerundet und nach hinten etwas spitzer zulaufend [Abb.66]. Aedoeagus länger, durchschnittlich 0,65 mm, sein Basalstück ein wenig länger als die Parameren [Abb.67] (messen!). Überall häufig oder sehr häufig, sogar im Hochgebirge. (viridicollis Steph.)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...flavipes F., 1792

HELOPHORUS FLAVIPES
Abb.53
HELOPHORUS FLAVIPES
Abb.66
HELOPHORUS FLAVIPES.GIF
Abb.67
-- Halsschildinnenfurche meistens stärker winklig vorspringend [Abb.68], Flügeldecken oft heller und stärker metallglänzend [Abb.63], Gestalt gedrungener, Flügeldecken seitlich stärker gerundet und am Ende stumpfer verrundet. Aedoeagus kürzer, durchschnittlich 0,5 mm, das Basalstück und die Parameren gleichlang [Abb.69] [Abb.70]. Bisher in Mitteleuropa unerkannt und mit flavipes zusammengeworfen. Vermutlich weit verbreitet und nicht selten (z.B. bei Hamburg ebenso häufig wie jener). Soll saure Gewässer bevorzugen. Ohne Genitaluntersuchung nicht immer einwandfrei zu erkennen. (walkeri Sharp)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...obscurus Muls., 1844


Die beiden Arten sind von strigifrons wie unter LZ    >>>25 angegeben zu trennen; der in seiner Gestalt ähnliche dorsalis hat einen glänzenderen Halsschild und helle Flügeldeckenmakeln. Zwergstücke unter 3 mm, die gelegentlich vorkommen, können auch für granularis gehalten werden, der aber einen schmal gerandeten Halsschild besitzt, während hier der Halsschild bis zum vorderen Fünftel breit gerandet ist; vorn verschwindet jedoch der Halsschildseitenrand unter der Vorwölbung des Halsschildes [Abb.53]. Diese Bildung findet sich auch ± ausgeprägt bei den Arten strigifrons, asperatus, dorsalis, croaticus.
HELOPHORUS OBSCURUS
Abb.68
HELOPHORUS OBSCURUS
Abb.63
HELOPHORUS OBSCURUS.GIF
Abb.69
HELOPHORUS OBSCURUS
Abb.70
#31 Körper von der Größe und Gestalt des guttulus, nur 2,2-3 mm lang. Flügeldecken nicht besonders gestreckt [Abb.71] [Abb.64]. Halsschild deutlich gewölbt, fast stets vollständig granuliert, ziemlich schmal gerandet, seitlich nur schwach gerundet, wenig vor der Mitte am breitesten und nach hinten nur wenig stärker verengt. Fühler wie bei allen folgenden Arten normal 9-gliedrig. Kopf und Halsschild (auch der Vorderrand) dunkel bronzebraun, selten grünlich, Flügeldecken hell gelbbraun, Zwischenräume ± gewölbt. Halsschild höchstens an den Seiten schwach gelblich aufgehellt. Halsschildinnenfurche nur undeutlich gewinkelt oder fast gerade, mittlerer Halsschildwulst hinten schmäler als am Vorderrand. Aedoeagus [Abb.72]. Überall häufig.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...granularis (L., 1761)


Der ähnlich kleine redtenbacheri hat gewöhnlich 8-gliedrige Fühler, stärker gerundete Halsschildseiten, die Flügeldecken sind stärker gewölbt und kürzer, die Zwischenräume sind hochgewölbt, der äußere Zwischenraum ist stark kielförmig erhaben. Vergleiche LZ    >>>24
HELOPHORUS GRANULARIS
Abb.71
HELOPHORUS GRANULARIS
Abb.64
HELOPHORUS GRANULARIS.GIF
Abb.72
-- Körper durchschnittlich größer, nur selten unter 2,8 mm. Flügeldecken gestreckter [Abb.73]. Halsschildseiten- und Vorderrand meistens deutlich hellgelb gerandet, Halsschild meistens grün metallisch, Flügeldecken hell braungelb

   ...32

HELOPHORUS MINUTUS
Abb.73
 
#32 Halsschild oberseits vollständig granuliert, auf den Innenwülsten deutlich stärker aufgewölbt, Flügeldecken mit groben Punktstreifen und schmalen gewölbten Zwischenräumen, die an den meisten Stellen nicht breiter als die Punktdurchmesser sind. Aedoeagus [Abb.74]. 3,2-4,3 mm. Halobionte, westeuropäisch-atlantische Art. Südschweden, Dänemark, einmal auch auf Amrum gefunden; Ostseeküste bei Damp; Fehmarn; sehr selten (nec fulgidicollis Ganglb.)

   ...fulgidicollis Motsch., 1860

HELOPHORUS FULGIDICOLLIS.GIF
Abb.74
 
-- Halsschild schwach gewölbt oder flach, innen oft nur areoliert; Flügeldeckenpunktreihen feiner oder sehr fein, ihre Abstände deutlich breiter als die Punktdurchmesser. Die hierher gehörenden Arten waren bisher nur sehr unbefriedigend bearbeitet; durch eine in jüngster Zeit erschienene Arbeit von Angus ist nun wenigstens die Nomenklatur durch Lectotypuswahl endgültig festgelegt; die zu erwartende taxonomische Bearbeitung der Gruppe steht leider noch aus; von ihr sind wohl auch noch bisher unbeschriebene Arten in Mitteleuropa zu erwarten. Ohne Genitaluntersuchung dürfte sich wohl nur ein Teil der Exemplare der hier folgenden Arten bestimmen lassen

   ...33

 
#33 Halsschild sehr glänzend, auf dem Innen- und Mittelwulst einfach punktiert, eine schwache Areolierung höchstens stellenweise erkennbar. Gelber Halsschildvorder- und Seitenrand sehr hell. Halsschild an seiner breitesten Stelle kurz hinter den Vorderecken schmäler als die Flügeldecken an den Schultern, nach hinten fast geradlinig verengt. Flügeldecken nach hinten auffällig verbreitert, Flügeldeckenpunktstreifen besonders fein. Aedoeagus [Abb.75]. 3,4-4 mm. In ganz Westeuropa weit verbreitet aber selten; auch in Ungarn; Burgenland (St. Margarethen, Apetlon). Aus Mitteleuropa mehrere revisionsbedürftige Fundangaben; bestimmt sehr selten (erichsoni Bach, semifulgens Rey)

   ...longitarsis Woll., 1864

HELOPHORUS LONGITARSIS.GIF
Abb.75
 
-- Halsschild nur mäßig glänzend, der Mittelwulst und gewöhnlich auch der Innenwulst zumindest areoliert. Halsschild weniger schmal, etwa am Ende des vorderen Drittels am breitesten und dort so breit wie die Schultern

   ...34

 
#34 Halsschild zur Basis mehr geradlinig [Abb.37] oder sogar [Abb.76] schwach ausgeschweift verengt. Halsschildinnen- und Mittelwulst gewöhnlich nur areoliert; Halsschild grün metallisch, oft auch dunkler bronzefarben; gelber Vorder- und Seitenrand deutlich, Flügeldecken braungelb. Aedoeagus [Abb.77]. 2,5-3,6 mm. Wohl überall nicht häufig, thermophil in flachen Kiesgrubentümpeln und Fahrspuren. (affinis auct., semifulgens d'Orch. nec Rey)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...griseus Hbst., 1793

HELOPHORUS GRISEUS
Abb.37
HELOPHORUS GRISEUS
Abb.76
HELOPHORUS GRISEUS.GIF
Abb.77
 
-- Halsschild zur Basis ± gerundet verengt [Abb.78], auch auf dem Innen- und Mittelwulst ± granuliert. Flügeldecken nach hinten schwächer erweitert.

   ...35

HELOPHORUS MINUTUS
Abb.78
 
#35 Halsschild mit deutlichem, vollständigem gelbem Vorder- und Seitenrand. Halsschild sehr schwach gewölbt und schwächer granuliert. Kopf und Halsschild meist dunkelgrün metallisch, Flügeldecken bräunlichgelb [Abb.58]. Kiefertasterendglied gestreckter und gewöhnlich auch ganz hell. Aedoeagus [Abb.79] [Abb.80]. 2,5-3,8 mm. Überall häufig.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...minutus F., 1775

HELOPHORUS MINUTUS
Abb.58
HELOPHORUS MINUTUS.GIF
Abb.79
HELOPHORUS MINUTUS
Abb.80
-- In Form und Farbe weitgehend mit minutus übereinstimmend, aber durchschnittlich größer (♀ 3,5-4,0 mm !); Halsschild seitlich mehr gerundet, stärker granuliert, daher weniger glänzend. Flügeldeckenpunktreihen gröber, Zwischenräume stärker gewölbt. Aus Westsibirien beschrieben und inzwischen im Burgenland um den Neusiedler See (dort stellenweise häufig) sowie im Mündungsgebiet der Elbe (Umg. Hamburg), Rheinland und Südbayern nachgewiesen. Von minutus oft kaum unterscheidbar, aber durch Chromosomenuntersuchung sicher als gute Art bewiesen. Typische Tiere sind aber doch bei einiger Übung recht sicher erkennbar.

   ...paraminutus Angus, 1986

 
-- Halsschild mit schmal rötlichbraunem Vorder- und Seitenrand. Halsschild stärker gewölbt und granuliert. Kiefertasterendglied etwas kürzer und mehr bräunlich, zur Spitze geschwärzt. Aedoeagus dem des minutus ähnlich, aber der Mittellappen stärker zugespitzt und der Basalteil relativ länger [Abb.81]. 2,8-3,3 mm. Bei uns weiter als bisher bekannt verbreitet. Gebirgsart, die sowohl in den Sudeten als auch in den Alpen gefunden wurde und vermutlich weiter verbreitet ist. Kleine Stücke sind dem granularis ähnlich, haben aber gestrecktere Flügeldecken, deutlicher gewinkelte, hinten nach außen gebogene Halsschildinnenfurche und ganz anderen Aedoeagus.

   ...discrepans Rey


(discrepans ist die durchschnittlich kleinste und am wenigsten gestreckte Art der minutus-Gruppe, die sich von den 4 vorhergehenden Arten durch den Mangel der hellen Halsschildrandung, das kurze Kiefertasterendglied und die umfangreich verdunkelten Klauenglieder unterscheiden läßt.)
HELOPHORUS DISCREPANS.GIF
Abb.81
 
#99 Vor der Benutzung der Tabelle sollte man sich mit den verwendeten Bezeichnungen vertraut machen. Auf dem Kopf sind 2 Furchen erkennbar, und zwar eine gewinkelte Querfurche (Clypealnaht), die mit der in der Längsmitte verlaufenden Stirnfurche etwa ein Y bildet. Von den Halsschildfurchen wird die äußere als Außenfurche, die zwischen Außenfurche und vertiefter Mittelfurche gelegene als Innenfurche bezeichnet. Die durch diese Furchen abgetrennten Wülste werden (von außen nach innen gezählt) als Außenwulst, Mittelwulst und Innenwulst bezeichnet (der Mittelwulst ist also nicht der neben der Mittellinie gelegene!). Bei den Flügeldeckenzwischenräumen wird der Raum zwischen Naht und 1. Punktreihe als erster Zwischenraum gezählt. Für die Halsschildskulptur werden folgende Bezeichnungen gewählt:,, granuliert" = Oberfläche mit scharf abgegrenzten erhabenen Wärzchen bedeckt, die in der Mitte einen eingestochenen Punkt haben; " areoliert" = Wärzchen so verflacht, daß sie nur unscharf und strichförmig umrandet gegeneinander abgegrenzt sind. Die Arten der Untergattung Helophorus s.str. haben sämtlich eine übereinstimmende schwarze Flügeldeckenzeichnung, die stets aus einem pfeilspitzenförmigen größeren Fleck auf der Naht, der "Pfeilmakel" und ± zahlreichen weiteren Fleckchen besteht. Bei Arten (oder Individuen) mit dunkler Grundfarbe erscheinen diese Flecken nur ganz undeutlich. Bei der Beurteilung des Aedoeagus ist zu beachten, daß der Mittellappen beweglich ist und oft über das Niveau der Seitenlappen hinaustritt. Ein so vorragender Lappen bildet also keinen Genitalunterschied. Bei manchen Arten kommen Zwergstücke vor (z.Beine flavipes). Die Seltenheit dieser Formen rechtfertigt nicht eine dadurch bedingte Erschwerung der schon ohnehin schwierigen Tabelle. Fast sämtliche verwendeten Unterscheidungsmerkmale (Form, Färbung und Skulptur) sind bei fast allen Arten variabel. Eine Berücksichtigung dieser Variabilität in vollem Umfang würde die Tabelle unbenutzbar machen, Fühler 9-, selten 8-gliedrig. Nach Möglichkeit wird in der Tabelle das konstanteste Merkmal an den Anfang der Diagnosen gestellt; erst die Gesamtheit aller Merkmale ist jedoch entscheidend. Der an sich bei vielen Arten sehr ähnliche Aedoeagus gestattet in manchen Fällen eine ganz einwandfreie Bestimmung, wo äußere Merkmale letzte Zweifel nicht ausräumen würden.  
  aequalis
alternans
aquaticus
arvernicus
asperatus
brevipalpis
brevitarsis
confrater
croaticus
discrepans
dorsalis
flavipes
fulgidicollis
glacialis
grandis
granularis
griseus
guttulus
laticollis
liguricus
longitarsis
micans
minutus
montenegrinus
nanus
nivalis
nubilus
obscurus
paraminutus
porculus
pumilio
redtenbacheri
rufipes
schmidti
strigifrons
thauma
tuberculatus
villosus
     Erstellt am: 05.08.2009
Letzte Aktualisierung: 25.04.2014 - 16:24:38
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