Gattung: Epuraea Erichson Coleoptera - Tarsen-5-5-5 - Clavicornia - Nitidulidae
  Von Arvd Lompe (n. K. Spornraft, K. Renner u.a.) Informieren Sie mich bitte über Fehler oder Ergänzungen über mailbox@lompe.de
  Von Nitidula durch das Fehlen eines deutlichen Haarsaumes an den Körperseiten, von Omosita durch das Fehlen eines eingedrückten Nahtstreifens verschieden. Das Aftersegment der ♂ ist immer sichtbar, meist auch frei von oben. Zur Lebensweise siehe LZ    >>>99 Die Aedoeagus-Abbildungen bringen meist eine Auswahl aus den vier Möglichkeiten: Tegmen (oben mit tiefem Einschnitt, links) und Medianlobus (oben ohne tiefen Einschnitt, rechts), bei Bedarf jeweils dorsal und lateral. Man beachte in erster Linie den Medianlobus und seine Spitze.
#1 Schläfen sehr kurz, am Hinterrand der Augen nach aussen zahnartig erweitert und in einen Dorn endend [Abb.1]. Habitus [Abb.2]. Siehe Untergattung

   ...Haptoncus Murray, 1864

EPURAEA LUTEOLA
Abb.1
EPURAEA OCULARIS
Abb.2
-- Schläfen anders gebildet [Abb.3].

   ...1a

EPURAEA VARIEGATA
Abb.3
 
#1a Klauen an der Basis schwach gezähnt [Abb.4]. Untergattung Micruria Reitter
Körper stark gewölbt wie bei einem Meligethes [Abb.5]; Halsschildrand sehr schmal abgesetzt. Oberseite braungelb, Kopf und Halsschild, manchmal auch Flügeldecken pechbraun, auffällig goldgelb behaart. Die Art variiert von rotgelb bis schwarz. 2-3 mm. ♂: Vordertarsen stärker erweitert als beim ♀; Mittelschienen einfach. Aedoeagus [Abb.6] [Abb.7]. Überall, nur im Norden sporadisch und selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...melanocephala (Marsh., 1802)

EPURAEA MELANOCEPHALA
Abb.4
EPURAEA MELANOCEPHALA
Abb.5
EPURAEA MELANOCEPHALA.GIF
Abb.6
EPURAEA MELANOCEPHALA
Abb.7
-- Klauen an der Basis höchstens leicht verdickt

   ...2

 
#2 Hinterbrust in der Mitte kaum länger als das 1. Sternit, Hinterhüften voneinander breit getrennt [Abb.8]. Vorder- und Mittelschienen beim ♂ mehr, beim ♀ weniger sichelförmig gebogen. Körper kurz und breit, eiförmig, Halsschild sehr breit, sehr stark quer, mit außerordentlich breit verflachten Seiten, nach vorne stark gerundet verengt, etwas vor der Basis am breitesten, Scheibe vor dem Hinterrand mit querer Depression; der Vorderrand sehr tief ausgeschnitten, die Vorderwinkel weit vorragend, der Rand dazwischen gerade; Halsschildseitenrand vor den Hinterecken deutlich kurz ausgerandet. Flügeldecken wenig länger als zusammen breit, die größte Länge neben der Naht. Oberseite rostrot mit je einem dunklen Diskalfleck auf den Flügeldecken [Abb.9]; in der Färbung stark variierend, manchmal ganz schwärzlich. 2-2,8 mm. ♂: Vordertarsen etwas stärker ausgeweitet als beim ♀. Aedoeagus [Abb.10]. Überall im Gebiet, nirgends selten. (Untergattung Epuraeanella Reitter).

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...limbata (F., 1787)

EPURAEA LIMBATA
Abb.8
EPURAEA LIMBATA
Abb.9
EPURAEA LIMBATA.GIF
Abb.10
 
-- Hinterbrust in der Mitte viel länger als das 1. Sternit, Hinterhüften voneinander weniger breit getrennt [Abb.11], Halsschild höchstens doppelt so breit als lang, meist mit schmäler abgesetzem Seitenrand; übrige Merkmale nicht zutreffend.

   ...3


EPURAEA SP
Abb.11
 
#3 Endglied der Lippentaster kurz, abgestutzt. Die Seiten der Flügeldecken nach hinten stark, gerundet verengt [Abb.12]. Siehe Untergattung

   ...Haptoncus Murray, 1864

EPURAEA IMPERIALIS
Abb.12
 
-- Endglied der Lippentaster anders. Flügeldecken in der hinteren Hälfte schwächer verengt. Untergattung Epuraea s. str..

   ...3a

 
#3a Halsschild mit gelbem Längsstreifen in der Mitte, oder wenigstens an der Basis in der Mitte gelblich gefleckt; Oberseite fast immer noch mit weiteren gelben Flecken. Mittel- und Hinterschienen vor allem gegen die Spitze zu sehr kräftig gebildet.

   ...4

 
-- Halsschild nicht gelb gefleckt; Mittel- und Hinterschienen normal schlank.

   ...5

 
#4 Hinterschienen innen stark (♂) oder schwach (♀) gewinkelt [Abb.13]. Halsschild etwa doppelt so breit wie lang. Halsschild und Flügeldecken auf rotbraunem Grund mit deutlichen gelben Makeln [Abb.14]. 9. Fühlerglied beim ♂ schmäler, beim ♀ so breit oder kaum breiter als 10 [Abb.15]. 3-4,4 mm. ♂: Mittel- und Vordertarsen stark ausgeweitet; Hinterschenkel verdickt und mit stumpfem Zahn vor der Spitze. Oberseite nicht chagriniert. Aedoeagus [Abb.16] [Abb.17]. ♀: Letztes Sternit nicht eingedrückt. Oberseite deutlich chagriniert. Überall, aber ziemlich selten; in unteren Gebirgslagen etwas häufiger. (decemguttata (Fabricius))

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...guttata (Ol., 1811)


EPURAEA GUTTATA
Abb.13
EPURAEA GUTTATA
Abb.14
EPURAEA GUTTATA
Abb.15
EPURAEA GUTTATA.GIF
Abb.16
EPURAEA GUTTATA
Abb.17
 
-- Hinterschienen innen nicht gewinkelt [Abb.18]. Halsschild relativ länger und daher nur etwa 1,75 x so breit wie lang. Die Makeln auf den Flügeldecken verfließen meist ineinander [Abb.19]. 9. Fühlerglied beim ♂ kaum, beim ♀ deutlich breiter als das 10. [Abb.20]; Flügeldecken deutlich, Halsschild nicht chagriniert. 2,3-3,7 mm. ♂: Hinterschenkel nicht verdickt und gezähnt. Aedoeagus [Abb.21]. ♀: Letztes Sternit mit breitem Eindruck [Abb.22]. Sehr selten im mittleren und südlichen Mitteleuropa

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...fuscicollis (Steph., 1832)

EPURAEA FUSCICOLLIS
Abb.18
EPURAEA FUSCICOLLIS
Abb.19
EPURAEA FUSCICOLLIS
Abb.20
EPURAEA FUSCICOLLIS.GIF
Abb.21
EPURAEA FUSCICOLLIS
Abb.22
 
#5 Flügeldecken hinten ± gerade abgeschnitten [Abb.23].

   ...6

EPURAEA PALLESCENS
Abb.23
 
-- Flügeldecken hinten einzeln verrundet [Abb.24] [Abb.25].

   ...10

EPURAEA FUSSI
Abb.24
EPURAEA OBLONGA
Abb.25
#6 Fühlerkeule normalerweise zweifarbig, das letzte Glied ist dunkel gegen die beiden anderen abgesetzt. Flügeldecken nicht sehr deutlich abgestutzt, neigen etwas zur Einzelabrundung; stärker gewölbte Art. Siehe Ep. melina Erichson LZ    >>>37  
-- Die 3 Glieder der Fühlerkeule sind einfarbig; flachere Arten mit ganz gerade abgestutzten Flügeldeckenenden

   ...7

 
#7 Schwarzrote oder rostrote Arten. Halsschildvorderrand in breiter Rundung tief ausgeschnitten

   ...8

 
-- Gelbe oder rotgelbe Art. Halsschildvorderrand ± gerade [Abb.26]. 1,9-3,5 mm, Habitus sehr unterschiedlich: relativ schmälere Tiere wurden wurden früher als florea Er., relativ breitere als abietina unterschieden, allerdings sind im Bau des Aedoegaus [Abb.27] [Abb.28] keine Unterschiede festzustellen. Halsschild selten doppelt so breit wie lang, meist schmäler, der Vorderrand fast ganz gerade abgeschnitten. ♂: Mittelschienen sehr schwach bis kräftig erweitert [Abb.29]. Überall im Gebiet, nicht selten. (florea Erichson, abietina Sahlberg)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...pallescens (Steph., 1832)

EPURAEA PALLESCENS
Abb.26
EPURAEA PALLESCENS.GIF
Abb.27
EPURAEA PALLESCENS
Abb.28
EPURAEA PALLESCENS
Abb.29
#8 Halsschild nicht nur nach vorn, sondern auch nach hinten kräftig verengt, in der Mitte oder etwas dahinter am breitesten. Flügeldecken ziemlich langgestreckt, ihr Rand nicht sehr breit abgesetzt. Oberseite meist rostrot. 3-3,8 mm. ♂: Mittelschienen [Abb.30]; Aedoeagus [Abb.31]. Vorkommen in Mitteleuropa kaum zu bezweifeln, Verbreitung aber ungeklärt. (castanea (Duftschm.)

   ...fageticola Audisio, 1991

EPURAEA FAGETICOLA
Abb.30
EPURAEA FAGETICOLA.GIF
Abb.31
-- Halsschild nur nach vorn kräftiger verengt, an oder kurz vor der Basis am breitesten. Flügeldecken relativ kürzer und breiter als bei castanea, ihr Rand breit abgesetzt Oberseite meist schwarzrot mit etwas helleren Rändern [Abb.32]. 2-3 mm. ♂: Mittelschienen einfach; Aedoeagus [Abb.33] [Abb.34]. Überall, im Norden und Osten häufiger.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...neglecta (Heer, 1841)

EPURAE NEGLECTA
Abb.32
EPURAEA NEGLECTA.GIF
Abb.33
EPURAEA NEGLECTA
Abb.34
 
#10 Längere, schmälere, mehr parallele Arten, gewöhnlich mehr als doppelt so lang wie breit. Flügeldecken bis über die Mitte parallelseitig. Halsschild in der Mitte oder ganz dicht dahinter am breitesten und nach vorn nur wenig stärker als nach hinten verengt

   ...11

 
-- Kürzere, breitere, mehr gerundete Arten, in der Regel nicht doppelt so lang wie breit. Flügeldeckenseiten stets ± stark gerundet. Halsschild gewöhnlich im letzten Drittel oder noch weiter hinten am breitesten und gewöhnlich nach vorn viel stärker verengt.

   ...21


Manchmal ein schwer zu beurteilendes Merkmal; gegebenfalls beide Alternativen verfolgen.
 
#11 Oberseite äußerst fein, kaum wahrnehmbar punktiert.

   ...12

 
-- Oberseite deutlich punktiert.

   ...14

 
#12 Etwas breitere Art. Halsschild 1,75 mal breiter als lang, Vorderrand schwach, aber erkennbar ausgeschnitten. Oberseite braungelb, matt. 2,5-3,5 mm. ♂: Mittelschienen [Abb.35]; Aedoeagus [Abb.36]. Vereinzelt montan bis subalpin im südlichen und mittleren Mitteleuropa, im Norden sehr selten

   ...thoracica Tourn., 1872

EPURAEA THORACICA
Abb.35
EPURAEA THORACICA.GIF
Abb.36
-- Sehr schmale, gestreckte Arten [Abb.37]. Halsschild nur 1,5 mal breiter als lang, Vorderrand nur ganz unmerklich eingebuchtet

   ...13

EPURAEA DEUBELI
Abb.37
 
#13 Habitus [Abb.37]. 2-2,3 mm. Punktierung nur sehr schwer sichtbar; Behaarung etwas dichter und länger als bei der folgenden Art. Oberseite rotgelb, meist auffällig hell. ♂: Mittelschienen [Abb.38]; Aedoeagus [Abb.39]. Bisher nur einige Tiere aus Schlesien, Bayern und Tirol gemeldet.

   ...deubeli Rtt., 1898

EPURAEA DEUBELI
Abb.38
EPURAEA DEUBELI.GIF
Abb.39
-- 2,6-3,8 mm. Punktierung sehr fein, aber erkennbar; Behaarung sehr kurz und spärlich. Oberseite braungelb mit fettigem Glanz. ♂: Mittelschienen einfach; Aedoeagus [Abb.40]. Möglicherweise überall, aber sehr selten.

   ...laeviuscula (Gyll., 1827)

EPURAEA LAEVIUSCULA.GIF
Abb.40
 
#14 Halsschild höchstens 1,5 mal breiter als lang, in der Mitte oder sogar vor der Mitte am breitesten, wirkt fast quadratisch; Halsschildseitenrand überall gleichmäßig schmal abgesetzt. Sehr lange und schmale Art, mindestens 2,5 mal länger als breit. Oberseite braun bis braunschwarz mit etwas helleren Rändern 2-2,9 mm. ♂: Mittelschienen einfach; Aedoeagus [Abb.41]. Boreomontane Art, selten oder sehr selten in den Mittelgebirgen und in den Alpen. (fussi Rtt. sensu Sjöberg)

   ...angustula Sturm, 1844

EPURAEA ANGUSTULA.GIF
Abb.41
 
-- Halsschild stets mehr als 1,5 mal breiter als lang, Halsschildseitenrand hinten gewöhnlich deutlich breiter abgesetzt als vorn; relativ breitere Arten

   ...15

 
#15 Halsschildvorderrand bogenförmig seicht ausgeschnitten.

   ...16

 
-- Halsschildvorderrand meist etwas eckig und tiefer ausgeschnitten [Abb.42].

   ...17

EPURAEA MARSEULI
Abb.42
 
#16 Fühlerkeule ganz parallel und etwa 2 mal so lang wie breit. Oberseite gewöhnlich rotbraun oder schwarzbraun mit helleren Rändern. Siehe longiclavis Sjöberg LZ    >>>26  
-- Fühlerkeule normal länglich oval. Oberseite gewöhnlich rotgelb. Siehe longula Erichson LZ    >>>27  
#17 Halsschild vor den Hinterecken ± deutlich ausgeschweift, im hinteren Drittel am breitesten. Oberseite schwarzbraun. Siehe boreella LZ    >>>23  
-- Halsschildseiten ± gleichmäßig schwach gerundet, gewöhnlich in der Mitte oder knapp dahinter am breitesten [Abb.42].

   ...18

EPURAEA MARSEULI
Abb.42
 
#18 Mittelschienen beim ♂ am Ende innen sehr stark klobig verdickt [Abb.43], beim ♀ zur Spitze hin deutlich gleichmäßig erweitert, etwas s-förmig. Oberseite braun oder schwarzbraun mit helleren Rändern [Abb.44], 4. und 5. Fühlerglied höchstens ganz wenig länger als breit. 2-2,5 mm. Aedoeagus [Abb.45] [Abb.46]. Überall vorhanden, nirgends selten.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...pygmaea (Gyll., 1808)

EPURAEA PYGMAEA
Abb.43
EPURAEA PYGMAEA
Abb.44
EPURAEA PYGMAEA.GIF
Abb.45
EPURAEA PYGMAEA
Abb.46
-- Mittelschienen beim ♂ an der Spitze mehr nach innen geknickt [Abb.47], beim ♀ nicht erkennbar erweitert

   ...19

EPURAEA MARSEULI
Abb.47
 
#19 Fühler einfarbig rotgelb; 4. und 5. Fühlerglied bedeutend länger als breit [Abb.48]. Halsschild sehr gleichmäßig schwach gerundet, in der Mitte am breitesten; Flügeldecken deutlich zur Naht hin zugespitzt [Abb.49]. Oberseite meist rostrot. 2,5-3,5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb.50]; Mittelschienen und Hinterschienen [Abb.47]. Überall vorhanden, in höheren Lagen etwas häufiger. (pusilla Illig.)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...marseuli Rtt., 1872

EPURAEA MARSEULI
Abb.48
EPURAEA MARSEULI
Abb.49
EPURAEA MARSEULI.JPG
Abb.50
 
-- Fühlerkeule dunkel gegen die rotgelbe Geißel abgesetzt; Halsschild meist etwas hinter der Mitte am breitesten, vor den Hinterecken gelegentlich mit einer Andeutung von Ausschweifung. Flügeldecken hinten nicht so deutlich zugespitzt

   ...20

 
#20 Fühlerkeule breit oval, höchstens 1,5 mal länger als breit; Flügeldeckenseitenrand sehr schmal abgesetzt, Flügeldecken hinten einzeln breit verrundet mit der größten Flügeldeckenlänge nicht an der Naht, sondern mehr neben den Flügeldeckenseitenrand [Abb.25]. Oberseite rostrot oder braunrot. 2,8-3,5 mm. ♂: Mittelschienen [Abb.51]; Hinterschienen [Abb.52]; Aedoeagus [Abb.53]. Stellenweise im südlichen und mittleren Mitteleuropa.

   ...oblonga (Hbst., 1793)

EPURAEA OBLONGA
Abb.25
EPURAEA OBLONGA
Abb.51
EPURAEA OBLONGA
Abb.52
EPURAEA OBLONGA.GIF
Abb.53
 
-- Fühlerkeule länglich oval, etwa 1,66 mal länger als breit. Flügeldeckenseitenrand etwas breiter abgesetzt, Flügeldecken hinten etwas enger gerundet als bei oblonga [Abb.24]. Größte Flügeldeckenlänge neben der Naht. 2-3 mm. ♂: Mittelschienen [Abb.54]; Aedoeagus [Abb.55]. Bisher nur aus Tirol gemeldet. (interjecta Sjöberg)

   ...fussi Rtt.

EPURAEA FUSSI
Abb.24
EPURAEA FUSSI
Abb.54
EPURAEA FUSSI.GIF
Abb.55
 
#21 Halsschildseiten vor den Hinterecken ausgeschweift, oder doch wenigstens im hinteren Drittel merklich verengt

   ...22

 
-- Halsschildseiten nach vorn sehr viel stärker verengt als nach hinten

   ...25

 
#22 Flügeldecken zwischen der Punktur chagriniert; Oberseite braunschwarz oder rotbraun

   ...23

 
-- Flügeldecken zwischen der Punktur nicht chagriniert, stark glänzend; Oberseite rot oder gelbrot, mitunter mit dunklen Flecken.

   ...24

 
#23 2-2,8 mm. Halsschild überall fein chagriniert, vor den Hinterecken ± deutlich ausgeschweift [Abb.56]. Oberseite braun oder braunschwarz; Flügeldecken etwas parallel, hinter dem Schildchen meist mit einem undeutlichen Quereindruck, an den Spitzen flach abgerundet. ♂: Mittelschienen [Abb.57]; Aedoeagus [Abb.58]. Boreomontane Art, Alpen und Mittelgebirge, nicht häufig

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...boreella (Zett., 1828)


Bei Tieren mit helleren Flecken auf den Flügeldecken (anheben!) ist auf unicolor zu prüfen; siehe LZ    >>>35
EPURAEA BOREELLA
Abb.56
EPURAEA BOREELLA
Abb.57
EPURAEA BOREELLA.GIF
Abb.58
 
-- 3-3,5 mm. Halsschild fast nicht chagriniert, vor den Hinterecken nicht ausgeschweift, nur stark eingezogen. Oberseite braunrot. ♂: Nicht nur die Mittel- [Abb.59], sondern auch die Hinterschienen ausgeweitet [Abb.60]. Wahrscheinlich in Norddeutschland, sicher in Dänemark. (excisicollis auct.)

   ...opalizans Sahlberg, 1889

EPURAEA EXCISICOLLIS
Abb.59
EPURAEA EXCISICOLLIS
Abb.60
#24 Halsschild vor den Hinterecken nicht oder nur sehr schwach ausgeschweift. Kürzer behaart, das Einzelhärchen erreicht nur die Basis eines folgenden. Flügeldecken nahe der Naht am längsten. 2,8 mm. ♂: Mittelschienen mäßig, Hinterschienen nicht erweitert. Bisher nur in Rußland und Dänemark gefunden; müßte in Norddeutschland vorhanden sein. (danica Sjöberg)

   ...excisicollis Reitter, 1872

 
-- Halsschild vor den Hinterecken sehr stark ausgeschweift [Abb.61]. Länger behaart, das Einzelhärchen reicht an der Basis eines folgenden vorbei. Flügeldecken hinten in der Mitte am längsten. 2,2-3,4 mm. ♂: Mittelschienen [Abb.62]; Aedoeagus [Abb.63]). Stellenweise und selten im Süden von Mitteleuropa.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...distincta (Grimm., 1841)

EPURAEA DISTINCTA
Abb.61
EPURAEA DISTINCTA
Abb.62
EPURAEA DISTINCTA.GIF
Abb.63
 
#25 Halsschildvorderrand bogenförmig seicht ausgeschnitten [Abb.64].

   ...26

EPURAEA LONGULA
Abb.64
 
-- Halsschildvorderrand merklich tiefer ausgeschnitten. [Abb.65]

   ...31

EPURAEA UNICOLOR
Abb.65
 
#26 Fühlerkeule parallel und länglich, ungefähr 2 mal länger als breit [Abb.66]. Flach gewölbte, längliche Art, Oberseite meist rotbraun, besonders auf den Flügeldecken etwas weitläufig punktiert mit stark genetzten, fettig glänzenden Zwischenräumen. 2,8-3,5 mm. ♂: Mittelschienen [Abb.67]; Aedoeagus [Abb.68]. Verbreitung noch ungeklärt, bisher aus Böhmen, Südbayern und Tirol bekannt.

   ...longiclavis Sjöb., 1939

EPURAEA LONGICLAVIS
Abb.66
EPURAEA LONGICLAVIS
Abb.67
EPURAEA LONGICLAVIS.GIF
Abb.68
-- Fühlerkeule oval und kürzer, höchstens 1,75 mal länger als breit

   ...27

 
#27 Längliche, an den Seiten nur sehr schwach gerundete Art [Abb.69]. Oberseite gelbrot, seltener die Flügeldecken in der Mitte oder vor der Spitze verdunkelt. 2,3-3 mm. ♂: Mittelschienen [Abb.70] [Abb.71]; Aedoeagus [Abb.72] [Abb.73]. Überall häufig.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...longula Er., 1845

EPURAEA LONGULA2
Abb.69
EPURAEA LONGULA
Abb.70
EPURAEA LONGULA
Abb.71
EPURAEA LONGULA.GIF
Abb.72
EPURAEA LONGULA2
Abb.73
-- Stark gerundete Arten, Flügeldecken ± eiförmig

   ...28

 
#28 Halsschild meist viel schmäler als die Flügeldecken; Flügeldeckenseitenrand sehr schmal, höchstens in Fühlergeißel-Breite abgesetzt

   ...29

 
-- Halsschild kaum schmäler als die Flügeldecken; Flügeldeckenseitenrand breiter abgesetzt. Flügeldecken +/- deutlich chagriniert; Schläfen hinter den Augen nahezu rechtwinkelig abgesetzt [Abb.74]. Halsschild- und Flügeldeckenseitenrand etwas breiter abgesetzt als bei der folgenden Art. 2,5-3,5 mm. ♂: Mittelschienen [Abb.75]; Aedoeagus [Abb.76]. Im Norden sporadisch und selten, im übrigen Gebiet häufiger. (adumbrata Mannerheim, tenenbaumi Sjöberg)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...terminalis (Mannh., 1843)



Anmerkung: Ep. adumbrata soll nach Audisio synonym zu Ep. terminalis sein; Spornraft zeigt für diese Art einen anderen, deutlich verschiedenen Aedoeagus [Abb.77].
EPURAEA TERMINALIS
Abb.74
EPURAEA TERMINALIS
Abb.75
EPURAEA TERMINALIS.GIF
Abb.76
EPURAEA ADUMBRATA
Abb.77
 
#29 Oberseite nicht chagriniert; stark glänzende, braungelbe Art; Fühlerkeule dunkel; Körper stark gewölbt, kurz eiförmig; Schläfen gerundet; Halsschild über doppelt so breit wie lang, vorn fast gerade abgestutzt. 2-2,5 mm. ♂: Vordertarsen ganz wenig stärker ausgeweitet als beim ♀, Mittelschienen einfach. Aedoeagus [Abb.78]. Im Norden und Westen selten, im übrigen Gebiet häufiger. (nana Reitter)

   ...binotata Rtt., 1872

EPURAEA BINOTATA.GIF
Abb.78
 
-- Oberseite schwach chagriniert, matt glänzend, schmutzig braungelb; Halsschild- und Flügeldeckenscheibe meist pechfarben. Halsschild ganz auffällig schmäler als die Flügeldecken. Oberseite etwas auffälliger behaart. Schläfen stumpfwinkelig abgesetzt. 2,5-3 mm. ♂: Mittelschienen einfach. Aedoeagus [Abb.79]. Boreoalpine Verbreitung, bisher aus Tirol und Kärnten gemeldet. (lapponica Reitter)

   ...placida Maekl.

EPURAEA PLACIDA.GIF
Abb.79
 
#31 Halsschildseitenrand breit verflacht, im vorderen Teil immer noch viel breiter als die Fühlerkeule

   ...32

 
-- Halsschildseitenrand vorn höchstens in Fühlerkeulenbreite abgesetzt

   ...34

 
#32 Behaarung ganz ungewöhnlich kurz [Abb.80], wirkt wie angereift; das Einzelhärchen erreicht bei weitem nicht die Basis eines folgenden. Oberseite meist rostrot, Flügeldecken oft mit schwarzem Fleck [Abb.81]. Fühlerkeule meist von der Farbe der Geißel. Flügeldecken zur Naht hin schräg abgerundet. 2-3,2 mm. ♂: Mittelschienen sehr schwach [Abb.82], manchmal auch nicht erweitert; Aedoeagus [Abb.83] [Abb.84]. Überall im Gebiet, nicht häufig. (carinthiaca Hölzel, nigropunctata Reitter)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...variegata (Hbst., 1793)


Bei dieser Art ist die Scheitelnaht, die den Hinterkopf von Hals trennt, vollständig verschmolzen [Abb.3].
EPURAEA VARIEGATA
Abb.80
EPURAEA VARIEGATA
Abb.81
EPURAEA VARIEGATA
Abb.82
EPURAEA VARIEGATA.GIF
Abb.83
EPURAEA VARIEGATA
Abb.84
EPURAEA VARIEGATA
Abb.3
-- Behaarung normal lang, das Einzelhärchen erreicht gewöhnlich die Basis eines folgenden [Abb.85]. Sehr flache Arten von dunkler Farbe und unebener Oberseite

   ...33

EPURAEA UNICOLOR
Abb.85
 
#33 Oberseite rotbraun bis pechbraun, Seitenrand heller. Halsschild vor den Hinterecken ganz kurz ausgeschweift. Flügeldeckenerand breiter abgesetzt als bei der folgenden Art. Flügeldecken zur Naht hin sehr deutlich abgeschrägt. 2,5-3,5 mm. ♂: Mittelschienen einfach; Aedoeagus [Abb.86]. Im ganzen Gebiet, aber nicht häufig.

   ...rufomarginata (Steph., 1830)

EPURAEA RUFOMARGINATA.GIF
Abb.86
 
-- Das ganze Tier einschließlich der Fühler und Beine einheitlich schwarzbraun. Halsschild vor den Hinterecken nicht ausgeschweift, am Vorderrand viel tiefer ausgeschnitten als die vorangehende Art; Flügeldeckenseitenrand etwas schmäler abgesetzt, Flügeldecken hinten nicht so deutlich zur Naht hin abgeschrägt wie bei rufomarginata. 2,5-3 mm. ♂: Mittelschienen einfach; Aedoeagus [Abb.87]. In den Sudeten und Beskiden, vielleicht auch in der Steiermark

   ...silesiaca Rtt.

EPURAEA SILESIACA.GIF
Abb.87
 
#34 Fühlerkeule gewöhnlich dunkler als die Geißel; auch Halsschild und Flügeldecken auf der Scheibe oft angedunkelt

   ...35

 
-- Fühlerkeule gewöhnlich von der Farbe der Geißel, oder nur das letzte Fühlerglied schwärzlich

   ...36


Anmerkung: Das Merkmal ist nicht sehr zuverlässig. In Zweifelsfällen beide Bestimmungswege verfolgen!
 
#35 Halsschildseiten ± gleichmäßig gerundet, kurz hinter der Mitte am breitesten. Flügeldeckenseiten etwas gerundeter, auch alle Seitenränder etwas breiter abgesetzt und die Flügeldecken im Verhältnis zum Halsschild länger als bei der folgenden Art. 2,8-3,5 mm. ♂: Mittelschienen [Abb.88]; Aedoeagus [Abb.89]. Von der folgenden Art sicher durch Genitaluntersuchung zu unterscheiden. Verbreitung noch nicht geklärt, möglicherweise im ganzen Gebiet, aber viel seltener als unicolor.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...biguttata (Thunb., 1784)

EPURAEA BIGUTTATA
Abb.88
EPURAEA BIGUTTATA.GIF
Abb.89
-- Halsschildseitenrand im hinteren Viertel am breitesten und nicht ganz gleichmäßig gerundet [Abb.90]. 2,5-3 mm. ♂: Mittelschienen schwach erweitert [Abb.91], manchmal ist die Erweiterung kaum angedeutet. Aedoeagus [Abb.92] [Abb.93] [Abb.94]. Oft an harten Baumschwämmen (Fomes). Im ganzen Gebiet und nirgends selten. Im Süden nach aestiva die zweithäufigste Art. (obsoleta F.)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...unicolor (Ol., 1790)


Anders als der Name vermuten läßt, zeichnet sich diese Art durch große schattenartige Verdunkelung der Flügeldecken und des Halsschilds aus. Auf den Flügeldecken häufig eine helle, runde Makel. Bei hellen Stücken ist auf die viel seltenere muehli zu prüfen, die auch verdunkelte Fühlerkeule haben kann und ein äußerlich sehr ähnliches Genital hat siehe LZ    >>>40
EPURAEA UNICOLOR
Abb.90
EPURAEA UNICOLOR
Abb.91
EPURAEA UNICOLOR.JPG
Abb.92
EPURAEA UNICOLOR
Abb.93
EPURAEA UNICOLOR
Abb.94
 
#36 Stark gewölbte Arten mit dunklem oder auffällig großem letztem Fühlerglied.

   ...37

 
-- Flachere Arten ohne irgendwie ausgezeichnetes letztes Fühlerglied

   ...38

 
#37 Letztes Fühlerglied angedunkelt und deutlich schmäler als das vorletzte. Oberseite viel weniger dicht punktiert als bei der folgenden. 2,7-4 mm. ♂: Mittelschienen einfach; Aedoeagus [Abb.95]. Überall vorhanden, meist zusammen mit depressa, aber viel seltener.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...melina Er., 1843

EPURAEA MELINA.GIF
Abb.95
 
-- Letztes Fühlerglied haubenartig erweitert, besonders stark beim ♀: Fühlerkeule [Abb.96]. Oberseite rotgelb, viel dichter punktiert als melina [Abb.97]. 2,5-3,8 mm. ♂: Mittelschienen einfach. Aedoeagus [Abb.98] [Abb.99]. Überall sehr häufig, meist die gemeinste Art. Lebt und entwickelt sich unter anderem in Hummelnestern; im Winter findet man sie regelmäßig in Maulwurfsnestern. (depressa (Illiger)).

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...aestiva (L., 1758)

EPURAEA AESTIVA
Abb.96
EPURAEA AESTIVA
Abb.97
EPURAEA AESTIVA.JPG
Abb.98
EPURAEA AESTIVA
Abb.99
#38 Rotgelbe, betont breite Arten. 2,5-4,6 mm. Flügeldecken hinten breit und flach gerundet, Nahtwinkel eng abgerundet. Halsschild mikrochagriniert, wenig glänzend. Oberseite fein und dicht punktiert. ♂: Mittelschienen [Abb.100]; Aedoeagus [Abb.101]. Sporadisch und selten im ganzen Gebiet, besonders montan bis subalpin. (deleta Sturm)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...silacea (Hbst., 1784)


Anmerkung: die von Spornraft noch abgetrennte Form deleta (Aedoeagus [Abb.102]) ist davon nicht spezifisch verschieden.
EPURAEA SILACEA
Abb.100
EPURAEA SILACEA.GIF
Abb.101
EPURAEA DELETA
Abb.102
 
-- Rostrote oder braunrote Arten von länglicher Körperform

   ...40

 
#40 3-3,5 mm. Flügeldeckenseitenrand etwa in Breite der Fühlergeißel abgesetzt. ♂: Mittelschienen [Abb.103]; Aedoeagus [Abb.104]. Vordertarsen schmäler als Vorderschienen. Bisher ein Tier (Typus) aus der Steiermark. (nobilis Reitter)

   ...argus Reitter, 1894


Anmerkung: Die Zeichnungen sind nach dem Aedoeagus des Typus angefertigt. Leider stand Spornraft kein weiteres ♂ zur Verfügung, mit dem die so ungewöhnliche Spitze des Medianlobus hätte verglichen werden können. Möglicherweise handelt es sich um eine Ausstülpung oder einen Teil des weiblichen Kopulationsapparats.
EPURAEA ARGUS
Abb.103
EPURAEA ARGUS.GIF
Abb.104
-- 2-2,8 mm. Flügeldeckenseitenrand fast in doppelter Fühlergeißel-Breite abgesetzt [Abb.105]. ♂: Mittelschienen einfach; Aedoeagus [Abb.106] [Abb.107]. Vordertarsen so breit wie die Vorderschienen. Skandinavien, südliches Mitteleuropa; Sachsen, Bayern, Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg. Auch in Westfalen und Niedersachsen.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...muehli Rtt., 1908


Exemlare mit dunkler Fühlerkeule kommen vor und können dann mit hellen unicolor verwechselt werden. Die Art hat aber völlig andere Strukturelemente im Penis: muehli siehe [Abb.108], unicolor [Abb.94]; siehe LZ    >>>35
EPURAEA MUEHLI
Abb.105
EPURAEA MUEHLI.GIF
Abb.106
EPURAEA MUEHLI
Abb.107
EPURAEA MUEHLI
Abb.108
EPURAEA UNICOLOR
Abb.94
#99 Die Larven unserer Epuraeen findet man hauptsächlich in Borkenkäfergängen, an ausfließenden Baumsäften und in Pilzen, die Imagines darüber hinaus auch in Blüten. Klare Erkenntnisse für jede Einzelart fehlen aber immer noch. Als Beispiel für viele mag Ep. rufomarginata Steph. dienen: Ganglbauer und Saalas behaupten, der Käfer lebe hauptsächlich unter ± frischer Fichtenrinde in Borkenkäfergängen; nach Sahlberg soll er an Laubbäumen, besonders Birken, in ausfließendem Saft leben; und Bagnall nennt als seine Futterpflanze den seltenen Laubbaumschwamm Daldinia concentrica. Benick zählt 21 Epuraea-Arten auf, die in Verbindung mit Pilzen gemeldet worden sind, um am Ende nur 2 (Ep. silacea und Ep. limbata) und 2 weitere mit Einschränkung (Ep. deleta und Ep. unicolor) als mycetophil zu bezeichnen. Ep. distincta hätte hier vielleicht noch angefügt werden können. Saalas ("Die Fichtenkäfer Finnlands"), behandelt 11 Epuraea-Arten, die Beziehungen zu Fichten haben; Borkenkäfergänge unter Fichtenrinde als typischen, aber nicht ausschließlichen Biotop, nennt er aber nur bei 6 Arten: Ep. boreella, angustula, pygmaea, thoracica, deubeli und abietina. 3 weitere Arten sind nach Saalas auch an anderen Nadelbäumen häufig: Ep. pusilla, oblonga und laeviuscula, welch letztere primär an den Borkenkäfer Xyloterus lineatus gebunden sein soll. Von den übrigen Arten fängt man Ep. depressa, melina, longula und melanocephala meist an Blüten; von den ersten beiden ist ziemlich sicher bekannt, daß sie sich in unterirdischen Nestern, besonders Hummelnestern, entwickeln. Die bisher nicht erwähnten Arten werden in vielen Meldungen als Saftarten bezeichnet. Bei einigen hat man freilich kaum einen Anhaltspunkt, wie man sie ökologisch einordnen könnte. Immer wieder ist festgestellt - genauer: angenommen worden, daß die Epuraeen als Larven wie als Imagines Borkenkäfer fressen. Wichmann (in litt.) hat bei Epuraeen aus Borkenkäfergängen Darmuntersuchungen gemacht und keinerlei Hinweise auf räuberische Lebensweise gefunden. Dem scheint entgegenzustehen, daß Nuorteva (Ann.Ent.Fenn. 1961) Ep. rufobrunnea Sjöb., eine finnische, der Ep. laeviuscula nahe verwandte Art, erfolgreich vom Ei bis zur Puppe mit Puppen des Borkenkäfers Hylurgops palliatus gezüchtet hat. Aus seinen Angaben kann man aber schließen, daß die Nahrung aus morschen Holzspänen mit eingelagerten Puppen bestand; und es fehlt jeder Hinweis auf den Zustand der Puppen. Räuberische Lebensweise ist damit keineswegs bewiesen. Wichmann (in litt.) hat Epuraeen beobachtet, die an toten und verpilzten Borkenkäferlarven fraßen, aber er hat im Laufe eines langen, der Forstentomologie gewidmeten Lebens nie eine Epuraea-Larve oder -Imago ein lebendes Beutetier anfallen und fressen sehen.  
  aestiva
angustula
argus
biguttata
binotata
boreella
deubeli
distincta
excisicollis
fageticola
fuscicollis
fussi
guttata
Haptoncus
laeviuscula
limbata
longiclavis
longula
marseuli
melanocephala
melina
muehli
neglecta
oblonga
opalizans
pallescens
placida
pygmaea
rufomarginata
silacea
silesiaca
terminalis
thoracica
unicolor
variegata
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Erstellt am: 31.03.2013
Letzte Aktualisierung: 18.07.2017 - 15:20:49