Gattung Bruchidius Schilsky Coleoptera - Bruchidae - Bruchinae
  Von Arved Lompe (n. P. Brandl, K.-W. Anton)
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Hoffmann, A. (1945): Coléoptéres Bruchides et Anthribides in: Faune de France, Hrsg. Fed.Fr.des Soc. de Science Naturelle, 44, Librairie des Faculte des Sciences, Paris, Private Datei: F:\taxa\coleo\scans\Faune de France Bruchidae & Antribidae.pdf
Anton, K.W. (1998): Revision of the Genus Bruchidius. Part I: The B. seminarius Group (Coleoptera: Bruchidae) Stuttgarter Beitr. Naturk. 573:1-13 Private Datei: f:\taxa\coleo\scans\Anton1998 Bruchidius-I.pdf
Anton, K.W. (2001): Bemerkungen zur Faunistik und Taxonomie mitteleuropäischer Samenkäfer (Coleoptera: Bruchidae) - Fol. Ent. Hung. 62:43-49
Kergoat, G. J.; Delobel, P.; Delobel, A. (2007): Phylogenetic relationships of a new species of seedbeetle infesting Cercis siliquastrum L. in China and in Europe (Coleoptera: Chrysomelidae: Bruchinae: Bruchini). Ann. Soc. entomol. Fr. (n. s.) 43 (3): 265-271. Private Datei: F:\taxa\coleo\scans\Kergoat_et_al2007 Bruchidius siliquatri.pdf
Rheinheimer, J. & Hassler, M. (2013): Bruchidius siliquastri Delobel, 2007 (Coleoptera: Bruchidae) sowie Bruchophagus sophorae (Crosby & Crosby, 1929) (Hymenoptera: Chalcididae) neu für Deutschland - Mitt. ent. V. Stuttgart, 48:3-4
Rheinheimer, J. & Hassler, M. (in Vorbereitung): Blatt- und Samenkäfer Baden-Württembergs
  Meist kleinere Arten als in der Gattung Bruchus. Körper länglich, oval; Halsschild in der Regel konisch nach vorn verengt, ohne seitlichen Zahn. Unterkante der Hinterschenkel ohne Zahn oder höchstens mit einem winzigen, oft kaum erkennbaren Zähnchen an der Innenseite. Beim ♂ sind die Fühler oft auffallend stark gesägt oder gezähnt. Aus Europa sind 80 Arten gemeldet

 
#1 Große Art: 2,8-3,7 mm. Pygidium hell rotbraunem [Abb.1] und dadurch von den anderen mitteleuropäischen Arten zu unterscheiden. Aedoeagus [Abb.2]. Vermutlich aus Ostasien stammende Art die in Südeuropa inzwischen verbreitet ist und auch in Baden-Württemberg nachgewiesen wurde. Entwicklung an verschiedenen Arten des Judasbaums ( Cercis siliquastrum und andere)
BRUCHIDIUS SILIQUASTRI
Abb.1
BRUCHIDIUS SILIQUASTRI.GIF
Abb.2
-- Anders.

   ...1a

 
#1a Flügeldecken an der Basis des 3. oder 4. Zwischenraums mit einfachem oder 2-spitzigem, kleinem Höckerchen (im Zweifelsfalle schräg von der Seite her betrachten).

   ...2

 
-- Basis der Flügeldecken ohne Höcker.

   ...9

 
#2 Fühler mit roten Basalgliedern.

   ...3

 
-- Fühler schwarz (nur zuweilen sind die Basalglieder rötlich).

   ...4

 
#3 Basishöcker der Flügeldecken 2-spitzig. Halsschild stark konisch. Starke, einförmig gelbliche Behaarung der Flügeldecken [Abb.3]. 1,8-2,2 mm. Südeuropa verbreitet, in Mitteleuropa selten in der Tschechoslowakei und im Burgenland; an Eryngium campestre, maritimum und triquetrum.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...cinerascens (Gyll., 1833)

BRUCHIDIUS CINERASCENS
Abb.3
 
-- Basishöcker einfach. Halsschild seitlich leicht gerundet. Flügeldecken gelb und braun fleckig behaart. 2,3-2,5 mm. Mediterrane Art, an Bonjeania hirsuta Reich..

   ...caninus (Kraatz)

 
#4 Fühler reichen wenigstens bis zur Mitte der Flügeldecken zurück. Flügeldecken mit Fleckenzeichnung.

   ...8

 
-- Fühler reichen kaum über die Halsschildbasis zurück. Flügeldecken ohne Fleckenzeichnung.

   ...5

 
#5 Fühler in beiden Geschlechtern gleich, Fühlerglieder zur Spitze hin allmählich an Größe zunehmend, 4.Glied kaum breiter und länger als das 3., schwarz. Flügeldecken oft spärlich behaart, grau bis grau-oliv behaart. Halsschild und Pygidium einförmig punktiert. ♂: Genital kurz und gedrungen [Abb.4]. 1,6-2,3 mm. Östliches Mittelmeergebiet bis Algerien; nach Norden bis Burgenland, Slowakei, Wallis, selten; Entwicklungspflanze Anthyllis vulneraria, im Süden auch Hedysarum sp..(virescens auct., nec Boh.; olivaceus auct., unicolor auct., partim, canus auct. nec Germ.).

   ...poupillieri (Allard, 1868)

BRUCHIDIUS CANUS.GIF
Abb.4
 
-- Fühler geschlechtsspezifisch: ♂ Fühler ab 4.Glied deutlich breiter und länger als das 3. Glied; ♀ Fühler zur Spitze hin allmählich an Größe zunehmend. Immer schwarz. Durchschnittlich größer.

   ...6

 
#6 Flügeldecken spärlich grau-weiß behaart, daher die Oberfläche gut sichtbar. Halsschild und Pygidium mit einförmiger Punktierung. ♂: Genital auffallend schlank [Abb.5]. 1,8-3,0 mm. Europa ohne den hohen Norden, nicht selten; an Helianthemum nummularium und H. ovatum. (debilis (Gyll.); olivaceus auct., unicolor auct., partim, canus Germ).

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...cisti (F., 1775)

BRUCHIDIUS CISTI.GIF
Abb.5
 
-- Flügeldecken dicht grau-olivfarben behaart, die Oberfläche kaum sichtbar. Halsschild und Pygidium mit doppelter Punktierung.

   ...7

 
#7 ♂ Fühlerglied 4-10 breiter als lang. Lateralloben ohne Kiel an ihrer Basis [Abb.6]. 2,4-3,6 mm. Tschechoslowakei, Südosteuropa, selten; Entwicklungspflanze unbekannt. (unicolor auct., partim).

   ...olivaceus (Germ.)

BRUCHIDIUS OLIVACEUS.GIF
Abb.6
 
-- ♂ Fühlerglied 4-10 ± länger als breit. Lateralloben mit Kiel an ihrer Basis [Abb.7]. 2,3-3,5 mm. Südeuropa. Auf Grund taxonomischer Änderungen sind alle älteren Fundortangaben sehr zweifelhaft; sichere Angaben gibt es für Mitteleuropa nur aus Belgien (importiert), desweiteren wird die Art aus der Tschechoslowakei gemeldet; an Onobrychis sativa und O. viciifolia. (decellei Zamp.).

   ...unicolor (Ol.)

BRUCHIDIUS UNICOLOR.GIF
Abb.7
 
#8 Flügeldecken auf der Scheibe dicht grau behaart. An den Seiten mit 3 großen schwarzen Flecken: Einer an der Schulter, hinter der Mitte ein fast kreisförmiger 2., ein 3. das Hinterende der Flügeldecken bedeckend. Durch diese Zeichnung leicht erkennbar. Halsschild konisch, an den Seiten ein wenig ausgebeult, die Hinterecken spitz und ausgeschweift. Fühler schwarz, beim ♂ ab 4. Glied gesägt, beim ♀ nur verbreitert. Selten sind die ersten 3 Fühlerglieder dunkel rötlich gefärbt. 2,8-3,2 mm. In Mitteleuropa in Süden und Mitte häufig, im Norden gebietsweise fehlend. An Astragalus glycyphyllus L..

   ...marginalis (F., 1777)

 
-- Flügeldecken sehr fein grau behaart. Die typische Färbung ist schwarz mit 2 roten Flecken in der hinteren Hälfte der Flügeldecken. Beine und Flügeldecken können aber von ganz schwarz bis ganz rot variieren. 2,2-3 mm. In Südeuropa verbreitet. An Bupleurum spec..

   ...biguttatus (Ol.)

 
#9 Hinterschienen distal stark verbreitert; am Ende ihrer Innenkante mit einem großen Zahn, der die übrigen Zähne deutlich an Größe übertrifft [Abb.8]. Fühler kurz, reichen nur bis zum Halsschildhinterrand; in beiden Geschlechtern das 2.-5. Fühlerglied allmählich breiter und länger werdend.

   ...20

BRUCHIDIUS SCHNA.GIF
Abb.8
 
-- Hinterschienen distal wenig verbreitert; an ihrem Ende mit anderer Zähnelung [Abb.9]. Fühler länger, reichen zumindest bis zur Flügeldeckenmitte; beim ♂ immer mit deutlich größerem 3. oder 4.Fühlerglied.

   ...10

BRUCHIDIUS SCHNB.GIF
Abb.9
 
#10 ♂: 2.Fühlerglied sehr klein, 3.Fühlerglied doppelt so lang wie das 2.; ♀: 2.Fühlerglied klein, 3.Fühlerglied deutlich größer als 2..

   ...11

 
-- ♂: 2. und 3. Fühlerglied klein, 4.Fühlerglied annähernd so groß wie beide zusammen; ♀: 2.-4. Fühlerglied kaum größer werdend.

   ...13

 
#11 Wenigstens Vorderbeine und Mittelbeine ganz oder zum Teil gelbrot.

   ...12

 
-- Beine schwarz. Flügeldecken schwarz, dünn einförmig grau behaart. Fühler gesägt, schwarz, beim ♀ mit roten Basalgliedern. 2,5-3,2 mm. In Mitteleuropa nur Einzelfunde, selten. An Genista spec..

   ...nanus (Germ., 1824)

 
#12 Flügeldecken mit einem dem Seitenrand genäherten, hell umrandeten, ausgedehnten schwarzen Fleck in der Mittel, der Rest graubraun fleckig behaart. Halsschild mit einem hellbehaarten Fleck vor dem Schildchen. Fühler beim ♂ ab dem 4. Glied, beim ♀ ab dem 5. Glied gezähnt. 2-3,2 mm. Südeuropa, in Mitteleuropa selten. An Vicia sativa L..

   ...bimaculatus (Ol.)

 
-- - Flügeldecken sehr dicht gelblichgrau behaart, mit braunen und hellgrauen Fleckchen in der Breite der Zwischenräume. In der Regel 1.-3. Fühlerglied rot, seltener wie die restlichen Fühlerglieder schwarz; Fühler stark gesägt. Vorderschenkel und Mittelschenkel außen rot, Vorderschienen und Mittelschienen rot, Hinterbeine zuweilen zum Teil gelbrot gefärbt. 2,9-3 mm. Dringt von Südosteuropa nach Tschechien (Mähren) ein, wo sie nur im Steppengebiet bei Pouzdrany vorkommt. An Astragalus ponticus Pall.. (varipes (Boh.))

   ...astragali (Boh.)

 
#13 Fühler mit roten Basalgliedern oder ganz rot.

   ...14

 
-- Fühler schwarz, Fühlerglieder schwach verbreitert. Kleine, schwarze Art. Sehr lange, schmale Körperform [Abb.10]. Flügeldecken fein grau behaart, mit einer kahlen Schulterbeule. 1,6-2,2 mm. Südeuropa, südl. Mitteleuropa, Tschechoslowakei. An Coronilla varia L. und Anthyllis vulneraria L..

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...pauper (Boh., 1829)

BRUCHIDIUS PAUPER
Abb.10
 
#14 Beine teilweise oder ganz rot gefärbt.

   ...15

 
-- Alle Beine schwarz. Kleine, schwarze Art. Fühler mit 3 roten Basalgliedern. Halsschild schmal konisch. Flügeldecken sehr fein grau behaart. 1,3-2,2 mm. Südeuropa. An verschiedenen Trifolium spec.. (perparvulus (Boh.))

   ...pygmaeus (Boh.)

 
#15 Vorderbeine und wenigstens noch die Mittelschienen rot.

   ...16

 
-- Nur Vorderbeine rot. 4 Basalglieder der Fühler rot. Flügeldecken grau behaart. Länglich ovale Körperform. Sehr kleine Art. 1,3-2 mm. Südeuropa verbreitet, ins südl. Mitteleuropa einstrahlend. An Hippocrepis comosa L..

   ...sericatus (Germ.)

 
#16 Fühlerglieder gezähnt, aber nicht auffallend stark verbreitert.

   ...17

 
-- 5.-10. Fühlerglied in beiden Geschlechtern auffallend stark verbreitert; 6. Fühlerglied am Vorderrand 3 x so breit wie das 1.; Fühler einfarbig gelb. Flügeldecken graubraun fleckig behaart. 2-2,6 mm. Südeuropa; in Mitteleuropa selten, in Deutschland und Österreich. Rheinheimer & Hassler (l.c.): "In den letzten Jahren Neufunde in Bayern (Schmidl et al. 2005), im Rheinland (Hörren 2011), in der Pfalz 2014, in Nordrhein (Köhler 2011) und Baden-Württemberg (Knapp & Rheinheimer 2010, Reibnitz 2015). Lebt bei uns monophag am Neophyten Geißraute ( Galega officinalis; Jermy & Szentesi 2003, A. & B. Delobel 2003-2006), außerdem viel seltener an der verwandten, in Baden-Württemberg nicht vorkommenden Gattung Süßklee (Hedysarum) (Tomei 1913 nach A. & B. Delobel 2003)".

   ...imbricornis (Panz., 1795)

 
#17 Fühler stets gänzlich rotgelb; Fühlerglieder 4-10 beim ♂ schlanker [Abb.11]. alle Beine mit Ausnahme der Schenkelbasis und des letzten Tarsengliedes immer rotgelb. 2,0-3,0 mm. Tschechoslowakei, Südeuropa, selten; Entwicklungspflanze unbekannt.

   ...martinezi (All.)


Hierther noch eine unbeschriebene Form aus Zentralasien die bis Südosteuropa vordringt und an  Amoria repens lebt (Anton 2001 l.c.). Diese noch unbekannte Art wurde mehrmals mit B. martinezi (Allard, 1868) verwechselt, siehe dazu auch Anton (1999). Sie dringt aus dem Osten über Ungarn und Slowakien bis nach Mähren (Strejcek 1990, 1991) und Schlesien (Borowiec 1994) vor. In der Tat ist B. martinezi eine rein südwestmediterrane Art, die von Nordafrika bis Südfrankreich, Sardinien und Sizilien verbreitet ist. Meldungen eines "B. martinezi" aus dem übrigen europäischen Gebiet sind auf B. spec. prope varius zu beziehen, wie z.B. in Strejcek (1990), Borowiec (1994) und Anton (1994). Auf den ersten Blick sind sich beide Arten sehr ähnlich; beide besitzen komplett gelbe Fühler und Beine sowie eine überwiegend hellgraue, mit bräunlichen Flecken versehene Flügeldeckenbehaarung. Merkmale wie deutlich schlankere, fast parallelseitige Fühlerglieder beim Männchen, ein viel schlankeres Pygidium sowie die anders gestaltete Spitze der Lateralloben des männlichen Genitals unterscheiden B. spec. prope varius von B. martinezi. Es ist möglich, daß diese Art unter den weniger bekannten Motschulsky-Spezien gefunden werden kann. Da Anton noch nicht alle in Frage kommenden Typen gesehen hatte, wollte er vorerst von einer Neubeschreibung absehen.

   ...spec. prope varius

BRUCHIDIUS MARTINEZI
Abb.11
 
-- Fühler- und Beinfärbung variabel; Fühler selten gänzlich rotgelb (dann aber zeigen alle Beine Schwärzungen an mehreren Tarsengliedern und Schienen), meistens sind die ♂ Fühlerglieder 5-8 und die ♀ Fühlerglieder 5-10 dunkel bis schwarz; ♂ Fühlerglieder 4-10 breiter [Abb.12] [Abb.13].

   ...18

BRUCHIDIUS DISPAR
Abb.12
BRUCHIDIUS VARIUS
Abb.13
#18 Fühlerglied 1-4 rotgelb, übrige schwarz; alle Beine rotgelb, nur Hintertarsen gänzlich schwarz. Flügeldecken und Halsschild überwiegend braun behaart, mit isolierten kleinen grauweißen Haarflecken. ♂: Fühler sehr ähnlich wie bei dispar [Abb.12]. 1,8-2,3 mm. Mitteleuropa: Slowakei, Tschechien, Österreich; Südeuropa; an Trifolium incarnatum. (tarsalis (Gyll.), ganglbaueri Schil., hoffmanni Temp., femoralis auct. nec. Gyll.).

   ...picipes (Germ.)

 
-- Zumindest Fühlerglied 11 aufgehellt bis rotgelb. Flügeldecken und Halsschild mit deutlich dominierender grauweißer bis teils gelblicher Flecken- und Bänderfärbung; die braune Grundfärbung überwiegt nicht.

   ...19

 
#19 Halsschild breiter, weniger konisch [Abb.14]. Hinterschenkel oft nur geringfügig rotgelb gefärbt; meist alle Hintertarsenglieder schwarz. Flügeldeckenmitte seitlich sehr selten mit eher undeutlichem dunklem Haarfleck. 1,9-3,2 mm. Mitteleuropa, Südeuropa; an Trifolium-Arten, bes. T.repens.

   ...varius (Ol., 1795)

BRUCHIDIUS VARIUS
Abb.14
 
-- Halsschild schlanker, konisch [Abb.15]. Hinterschenkel fast zur Hälfte rotgelb gefärbt; meistens 1. Hintertarsenglied rot, die übrigen Glieder schwarz. Flügeldeckenmitte seitlich immer mit deutlichem dunklem Haarfleck. 1,8-2,7 mm. Im s.Mitteleuropa, Südeuropa, selten; an Lotus uliginosus.

   ...dispar (Gyll., 1833)

BRUCHIDIUS DISPAR
Abb.15
 
#20 Beine zum Teil, Vorderbeine stets rot gefärbt.

   ...21

 
-- Beine schwarz. Meist 4 Basalglieder der Fühler rot, oft nur auf der Unterseite [Abb.16]. Halsschild breit und kurz, an der Basis mit einer feinen Mittelfurche. Flügeldecken mit grauer oder olivgrüner Behaarung. Aedoeagus [Abb.17]. Starke Größenvariabilität: 1,7-3,5 mm. Mittel- und Südeuropa, häufig. An Genista spec..(cisti sensu Payk., fasciatus auct. nec Ol.)

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...villosus (F., 1792)

BRUCHIDIUS VILLOSUS
Abb.16
BRUCHIDIUS VILLOSUS.GIF
Abb.17
#21 Halsschild deutlich quer [Abb.18]. Größte Körperbreite hinter der Mitte der Flügeldecken.

   ...22

BRUCHIDIUS LIVIDIMANUS
Abb.18
 
-- Halsschild konisch [Abb.19]. Größte Körperbreite in oder vor der Mitte der Flügeldecken.

   ...23

BRUCHIDIUS SEMINARIUS
Abb.19
 
#22 Flügeldecken deutlich abgeflacht, meist mit graubraunen Gitterflecken [Abb.20]. Halsschild sehr quer (mindestens 1,7 mal breiter als lang). Färbung der Fühler und Beine variabel, viele Übergänge zwischen den genannten Variationen möglich. Aedoeagus [Abb.21]. 2,0-3,0 mm. Pfalz, Südbaden, Südelsaß, Burgenland, Tschechoslowakei; in Südeuropa sehr häufig.

Meldungen in Google Earth anzeigen   ...lividimanus (Gyll., 1833)


Im Folgenden die Variationen:
a) Fühler wie bei forma typica. Beine rot, Basis der Hinterschenkel, Hinterschienen und die Tarsen schwarz: var.

   ...retamae Vogel.


b) Hinterbeine und Fühler rot, Flügeldecken ohne Fleckung: var.

   ...velaris Fahrs..


c) Flügeldecken einförmig grau behaart, Hinterbeine völlig schwarz: var.

   ...plumbeus Luc..

BRUCHIDIUS LIVIDIMANUS
Abb.20
BRUCHIDIUS LIVIDIMANUS.GIF
Abb.21
-- Flügeldecken hoch gewölbt, mit undeutlichen Gitterflecken. Halsschild weniger quer (maximal 1,6 mal breiter als lang). Konstante Fühler- und Beinfärbung: Fühlerglieder 1-5 rotgelb, restliche Glieder schwarz; Vorder- und Mitteltarsen immer dunkel, Vorder- und Mittelschienen rotgelb, Hinterbeine ganz schwarz. Aedoeagus [Abb.22]. 1,5-2,0 mm. Ungarn, Südeuropa, selten; an Cytisus proliferus, ? Oxytropis pilosa.

   ...mulsanti (Bris.)

BRUCHIDIUS MULSANTI.GIF
Abb.22
 
#23 Flügeldeckenseiten mehr gerundet, daher breiter erscheinend [Abb.23]. Färbung der Fühler und Beine variabel. ♂ ohne einem runden Haarfleck auf der Mitte des ersten Sternits. ♀ Pygidium fast immer gleichmäßig behaart, nur in Ausnahmefällen mit mehr unbehaarter Mitte. Aedoeagus [Abb.24]. Durchschnittlich größer: 2,3-3,2 mm. Südliches Mitteleuropa, Südeuropa, nicht häufig. Einzige bislang als gesichert geltende Entwicklungspflanzen sind  Lotus uliginosus und  Scorpiurus muricatus.

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BRUCHIDIUS SEMINARIUS
Abb.23
BRUCHIDIUS SEMINARIUS.GIF
Abb.24
-- Flügeldeckenseiten mehr parallel, daher schlanker erscheinend. Konstante Fühler- und Beinfärbung: Fühlerglieder 1-4 rotgelb, restliche Glieder schwarz; Vorder- und Mitteltarsen dunkel, Vorder- und Mittelschienen rotgelb, Hinterbeine ganz schwarz. ♂ mit kleinem runden Haarfleck auf der Mitte des 1.Sternits. ♀ Pygidium immer mit einer auffallend glänzenden, fast gänzlich unbehaarten Mitte (,,Spiegel"). Durchschnittlich kleiner: Aedoeagus [Abb.25]. 1,8-2,7 mm. Ostholstein ?, Tschechoslowakei, Ungarn, Südeuropa, selten; an Vicia spec.. (seminarius auct. nec L.).

   ...pusillus (Germ., 1824)

BRUCHIDIUS PUSILLUS.GIF
Abb.25
 
  astragali
biguttatus
bimaculatus
caninus
cinerascens
cisti
dispar
imbricornis
lividimanus
marginalis
martinezi
mulsanti
nanus
olivaceus
pauper
picipes
plumbeus
poupillieri
pusillus
pygmaeus
retamae
seminarius
sericatus
spec.
unicolor
varius
velaris
villosus
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Erstellt am: 31.03.2013
Letzte Aktualisierung: 15.08.2017 - 10:18:46